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Klara Kotz ist mit 89 Jahren gestorben.

Nachruf 

Die Friseurmeisterin mit dem strahlenden Lächeln

Ihr strahlendes Lächeln und ihre freundliche Art werden immer in Erinnerung bleiben. Mit 89 Jahren starb kürzlich Klara Kotz, Friseurmeisterin und langjährige Inhaberin des gleichnamigen Friseursalons.

Wolfratshausen  „Der Laden war ihr Ein und Alles“, sagt Sohn Wolfgang Kotz. Sein Bruder Christian führt heute das Traditionsgeschäft am Marienplatz 2 in der vierten Generation.

Ihre Mutter Klara erblickte im April 1928 im niederbayerischen Abensberg im Kreis Kelheim als eines von fünf Geschwistern das Licht der Welt. Mit 14 Jahren begann sie mitten im Krieg eine dreijährige Friseurinnenlehre. Anschließend ging sie nach Bad Tölz, wo sie den Berufskollegen Franz Kotz kennen- und lieben lernte. Dieser besaß ein Friseurgeschäft in Wolfratshausen, den von seinem Großvater Georg Kotz im Jahr 1879 gegründeten Salon Kotz am Obermarkt 11, der 1920 an seinen heutigen Standort umzog. Franz Kotz schnitt nur den Herren die Haare. So bat er seine Flamme: „Komm doch als Damenfriseurin zu mir mit runter.“ Er sollte es nicht bereuen.

Auch aus den umliegenden Gemeinden kamen die Kunden

Fortan führte das Paar gemeinsam den Laden, 1959 wurde geheiratet. Ein Jahr später bestand Klara Kotz ihre Meisterprüfung. In ihren besten Zeiten beschäftigten die Saloninhaber sieben Angestellte. Das Geschäft florierte. „Meine Mutter hat immer geschaut, dass jeder möglichst schnell einen Termin kriegte. Sie wollte keinen warten lassen“, erzählt Wolfgang Kotz. Die Friseurmeisterin sei wegen ihrer zuvorkommenden, liebenswürdigen Art äußerst beliebt gewesen. Nicht nur aus Wolfratshausen, wo es damals viel weniger Konkurrenz gab als heute, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden kamen die Kunden. Ihren Auszubildenden war Klara Kotz eine gute und geduldige Chefin. „Es herrschte immer ein tolles Klima im Laden.“

2003 verstarb Franz Kotz. Seine Frau arbeitete noch bis 2005. Erst im Alter von 77 Jahren übergab sie das Geschäft an Sohn Christian. „Sie hatte ein erfülltes, langes Leben“, resümmiert Wolfgang Kotz. Bis zuletzt wohnte seine Mutter zuhause in ihrer Wohnung, wo sie am 13. August an Altersschwäche starb. Tanja Lühr

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