Kanadische Polizei: Wagen rast in Menschenmenge in Toronto

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Wer kann helfen? Melitta Zsolt (li., mit ihrem zweijährigen Sohn) und ihre Familie suchen dringend eine neue Wohnung in Wolfratshausen. Caritas-Mitarbeiterin Ines Lobenstein unterstützt den Appell an potenzielle Vermieter. 

Eltern und drei Kinder

Vater findet neue Arbeit - und verliert Wohnung: Familie braucht dringend Hilfe

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Die Zeit drängt: Eine fünfköpfige Familie sucht in Wolfratshausen verzweifelt nach einer neuen Wohnung. Sollte dies innerhalb kürzester Zeit nicht gelingen, droht die Obdachlosigkeit.

WolfratshausenDie Familie muss umziehen, weil der Vater seinen Arbeitsplatz gewechselt hat. Vor zwei Jahren kam der gelernte Fliesenleger Zsolt Tecsi (39) aus Budapest (Ungarn) nach Deutschland. „Ihm wurde mündlich eine Arbeitsstelle zugesagt“, berichtet seine Ehefrau Melitta. „Als wir nach einem Vertrag gefragt haben, sagte der Chef, das sei so schon in Ordnung.“ Ein Jahr später folgte ihm Melitta Tecsi in die neue Heimat. Das Ehepaar und seine Kinder, 13, elf und zwei Jahre alt, wurden in einem Haus in Wolfratshausen untergebracht, das ebenfalls im Besitz des neuen Arbeitgebers ist. „Wir wohnen hier auf 50 Quadratmetern unterm Dach, Küche und Wohnzimmer teilen wir uns mit vier weiteren Kollegen.“

Lobenstein: „Ich kann die Leute ja nicht übereinander stapeln.“

Zsolt Tecsi bat seinen Chef wiederholt um einen Arbeitsvertrag, denn „ohne Lohnnachweis haben wir keine Chance auf eine andere Bleibe“. Laut Melitta Tecsi wurde das Gehalt ihres Mannes mal überwiesen, mal in bar ausgezahlt – abzüglich einer Miete von 600 Euro. Zweimal hatte der Familienvater schon versucht, gegen den Widerstand seines Arbeitgebers die Stelle zu wechseln. Nun endlich hat es geklappt: Der 39-Jährige hat eine neue Anstellung gefunden, jetzt mit einem regulären Vertrag. „Aber nun müssen wir aus der Wohnung raus“, sagt Melitta Tecsi. Ihre Stimme klingt verzweifelt, bezahlbarer Wohnraum ist teuer. Sie selbst geht putzen, um die Familie zu unterstützen, plant aber – sobald ihr jüngster Sohn einen Krippenplatz bekommen hat – mehr zu arbeiten. Die beiden anderen Kinder besuchen die Mittelschule in Wolfratshausen.

„Ideal wäre eine Drei-Zimmer-Wohnung für maximal 900 Euro warm“, sagt Ines Lobenstein von der Caritas-Beratungsstelle für wohnungslose Menschen. Im Obdachlosenheim der Flößerstadt an der Münchner Straße sei kein Platz mehr. Lobenstein: „Ich kann die Leute ja nicht übereinander stapeln.“ Und: „Gerade eine Familie braucht ein bestimmtes soziales Umfeld.“

Anfragen von Lobenstein bei der Baugenossenschaft Wolfratshausen und der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (StäWo) blieben ohne Erfolg. „Deren Wartelisten sind endlos lang.“ Lobenstein bittet potenzielle Vermieter, sich bei ihr unter der Telefonnummer 01 52/54 54 33 55 zu melden.

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