+
Die Flößerei - eines der Aushängeschilder Wolfratshausens.

Unternehmervereinigung entscheidet über Beteiligung

Fürs Stadtmarketing: Wird dafür eine GmbH gegründet?

  • schließen

Wolfratshausen – Die UWW entscheidet am 20. September: Beteiligt sie sich an der Gründung einer neuen GmbH fürs Stadtmarketing?

Hans-Werner Kuhlmann, Vorsitzender des Vereins „Lebendige Altstadt Wolfratshausen“ (LAW), steht mit seiner Meinung nicht alleine da: Ein City-Manager muss her. Auch das Gros der Wolfratshauser Stadträte ist willens, die Flößerstadt mit Hilfe eines professionellen City-Managements zu beleben. In diesem Kontext stellte das Gremium im Februar mit 15:9 Stimmen eine wichtige Weiche: Installiert werden soll die Stadtmarketing Wolfratshausen (SMW) GmbH. Ob sich die Unternehmervereinigung Wirtschaftsraum Wolfratshausen (UWW) an der Gesellschaft beteiligt, wird in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung entschieden.

Die SMV soll laut Stadtratsbeschluss folgende Aufgaben wahrnehmen:

  • Vorbereitung und Durchführung von Konzepten und Maßnahmen zur Förderung der Attraktivität und des Images der Stadt Wolfratshausen;
  • Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie die Erhöhung der Wohn-, Freizeit- und Lebensqualität durch die Förderung der gewerblichen Wirtschaft, von Einzelhandel und Dienstleistung, des Tourismus und der Kultur, des Freizeitangebots sowie die Mitgestaltung des Stadtbildes.

Uneins waren die Kommunalpolitiker, ob die Stelle eines City-Managers im Rathaus (intern) oder extern geschaffen werden soll. Die Mehrheit der Räte plädierte nach kontroverser Diskussion schließlich für letztere Lösung.

In der zu gründenden Gesellschaft SMW sollen unter anderem Vertreter der Stadt, des Werbekreis Einkaufsstadt Wolfratshausen sowie der UWW ein Stimmrecht haben. Für die Gesellschaft ist ein Stammkapital von 25 000 Euro vorgesehen, das sich wie folgt aufteilt: Stadt Wolfratshausen 84 Prozent (21 000 Euro), Werbekreis 15 Prozent (3750 Euro) und Unternehmervereinigung ein Prozent (250 Euro). Hinzu kommen jährliche Zuschüsse für den Betrieb der Stadtmarketing GmbH: 150 000 Euro würde die Kommune schultern, 23 000 Euro der Werbekreis und 2000 Euro die Unternehmervereinigung. Vertreten sollen die Gesellschaft summa summarum neun Personen: der Bürgermeister, der Wirtschaftsreferent des Stadtrates, vier Stadträte unterschiedlicher Parteien und politischer Gruppierungen, zwei Mitglieder des Werbekreises sowie ein Vertreter der UWW.

Ob die UWW tatsächlich mit ins Boot klettert, entscheidet sich am 20. September. Vorsitzender Christian von Stülpnagel hat für diesen Tag (19 Uhr, Saal der Sparkasse an der Sauerlacher Straße) zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. „Wir waren ja bisher im so genannten Lenkungsausschuss mit aktiv und sollen weiter unseren Beitrag in der neu zu gründenden GmbH mit einbringen“, stellt Stülpnagel fest. „Es ist erfreulich, dass wir hier weiter mit gehört werden und unsere Interessen einbringen können.“ Da eine Gesellschaftertätigkeit jedoch weit über die satzungsgemäßen Aufgaben des UWW-Vorstandes hinausgehen und die Unternehmervereinigung eine langfristige Bindung zusagen würde, habe der Vorstand beschlossen, die Entscheidung in die Hände der Mitglieder zu legen.

Zu Beginn der außerordentlichen Mitgliederversammlung wird Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller den Anwesenden das Konzept, die Organisation und die Vorteile der erarbeiteten Lösung fürs City-Management präsentieren. „Danach erfolgt eine Diskussion und die Abstimmung“, kündigt Stülpnagel an.

cce

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Wenzberg bleibt der Wenzberg - vorerst
Der Wenzberg bleibt nach einem Architekten mit nationalsozialistischer Vergangenheit benannt - zumindest vorerst. Eine Entscheidung über die Umbenennung der Straße soll …
Der Wenzberg bleibt der Wenzberg - vorerst
Tafel-Chef Peter Grooten ist verstorben
Peter Grooten wusste genau, was er wollte. Und was er wollte, das setzte er durch. Zum Glück für die Geretsrieder-Wolfratshauser Tafel. Der gebürtige Sauerländer …
Tafel-Chef Peter Grooten ist verstorben
Autohaus Kern muss schließen
Das Autohaus Kern an der Elbestraße war einst ein florierendes Unternehmen mit bis zu 40 Mitarbeitern. Doch das ist Vergangenheit. Jetzt ist der Traditionsbetrieb …
Autohaus Kern muss schließen
Karl-Lederer-Platz: Grundwasserproblem schlägt Wellen
Geretsried - „Warum baut man keinen Regenwasserkanal?“, fragte Doris Semmler am Stammtisch des CSU-Ortsverbands am Sonntag im Gasthof Geiger. Die Vertreterin der …
Karl-Lederer-Platz: Grundwasserproblem schlägt Wellen

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare