Bluttat vor Neuraum: Polizei fasst weitere Täter

Bluttat vor Neuraum: Polizei fasst weitere Täter
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Stolzer Besitzer eines Kinderfahrrads ist jetzt der fünfjährige Moritz. Er und sein Vater Josef Osmanczyk waren extra aus Bad Tölz zur Versteigerung gekommen.

Versteigerung

Fundräder unterm Hammer

Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten: 63 Fundräder kamen kürzlich bei der halbjährlichen Versteigerung durch die Stadt im Bauhof unter den Hammer. Vom klapprigen Drahtesel für zwei bis zum hochwertigen Mountainbike.

Wolfratshausen – Ab 9 Uhr konnten sich die Besucher ein Bild von den in der Bauhofhalle stehenden Fundstücken machen. Bremsen und Schaltung wurden geprüft, Reifen und Pedale unter die Lupe genommen. Natürlich spielte auch die Optik eine Rolle bei der Vorauswahl des jeweiligen Favoriten. Eine halbe Stunde später wurde dann geboten, was das Zeug hält. „Zwei Euro für dieses Damenradl mit Einkaufskorb“, pries Auktionator Wolfgang Kotz ein älteres, lilafarbenes Gefährt an. Für acht Euro wechselte der Oldtimer schließlich den Besitzer. Ob’s am Korb als Gratiszugabe lag?

Spannende Zweikämpfe zwischen den Bietern spielten sich ab, als die hochwertigen Touren- und Mountainbikes an die Reihe kamen. Bonifaz Urban aus Egling blieb am Ball, als ein 24-Gang-Mountainbike der Marke Rockville aufgerufen wurde. Bei 160 Euro erhielt er schließlich den Zuschlag. „Genau so ein Rad habe ich gesucht, um damit demnächst um den Starnberger See zu fahren“, freute sich Urban.

Moritz bekommt sein Traumrad

Übers ganze Gesicht strahlte der fünfjährige Moritz, als sein Papa Josef Osmanczyk ihm sein Traumrad überreichte: einen blauen Flitzer mit robusten Reifen und Bonanza-Lenker. Vater und Sohn waren extra aus Bad Tölz angereist in der Hoffnung auf ein Schnäppchen. Gleich vier solcher Schnäppchen unter 20 Euro hat der 54-jährige Wolfratshauser Andreas Brüggenthies im Lauf des Vormittags ersteigert. Er und seine Familie würden die Gebrauchträder für die Fahrt zur S-Bahn benutzen. „Wenn sie am Bahnhof wirklich mal geklaut werden sollten, ist der Schaden nicht so groß“, sagt Brüggenthies. Der Bastler kann zudem immer Ersatzteile wie Sättel oder Klingeln brauchen. So hat er unter anderem ein Kinderrad für zwei Euro erstanden, das er ausschlachten will.

Zweimal im Jahr versteigert die Stadt die Räder, die ihr von der Polizei oder Findern gebracht wurden, nach einer gewissen Frist öffentlich. Der Erlös fließt in die Stadtkasse. Einen Teil der Fundräder erhielt heuer vorab die Caritas, die sie an sozial schwache Familien weitergeben wird. tal

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