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Der Platz wird knapp: Die steigende Zahl der Abc-Schützen lässt auch die Anmeldungen für den Kinderhort in Wolfratshausen in die Höhe schnellen. Nun wird der bestehende Hort an der Bahnhofstraße aufgestockt.

Zu wenig Platz im Kinderhort

„Geburtenstarke Jahrgänge“: Stadt Wolfratshausen muss reagieren

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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177 Kinder werden im September in Wolfratshausen eingeschult. Das hat Folgen für den Kinderhort sowie die Mittagsbetreuung.

Wolfratshausen – Die Zahl der Abc-Schützen steigt und damit auch die Anmeldungen für den Kinderhort in Wolfratshausen sowie die Mittagsbetreuung in Waldram. Um den Bedarf decken zu können, wird Platz in der ehemaligen Landwirtschaftsschule an der Bahnhofstraße geschaffen. Dabei kommt der Stadt zugute, dass die Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die im Ostflügel des Gebäudes eingerichtet worden war, aufgelöst wurde. Somit kann der Hort von derzeit 90 auf 130 Plätze aufgestockt werden, für die Ausstattung stellte der Kulturausschuss des Stadtrates in seiner jüngsten Sitzung 30 000 Euro zur Verfügung. Beantragt hatte den Investitionskostenzuschuss der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) Wolfratshausen.

Heuer 177 Erstklässler in Wolfratshausen

Im September werden an der Grundschule in Waldram sowie in der Grundschule am Hammerschmiedweg unterm Strich 177 Erstklässler erwartet. Das berichtete der KJFV-Geschäftsführer, Stadtrat Fritz Meixner (SPD), in der Sitzung des Fachausschusses. „Uns erwarten geburtenstarke Jahrgänge“, sagte Meixner. Aus diesem Grund sei auch mit Blick auf Hort und Mittagsbetreuung mit „Spitzenwerten“ zu rechnen. Dass inzwischen rund 70 Prozent der Grundschüler nach dem Unterricht betreut werden müssten, „zeigt eine gesellschaftliche Entwicklung auf“, merkte Dr. Ulrike Krischke (BVW) an.

In den kommenden vier Jahren würde die Zahl der Abc-Schützen an der Hammerschmiedschule stetig zunehmen, in Waldram werde die Situation „vermutlich gleichbleibend“ sein, prognostizierte Meixner. „Perspektivisch“ sei die Flößerstadt „gut aufgestellt“, betonte der SPD-Fraktionschef, doch die Kommune müsse mit Fleiß ihre Hausaufgaben machen. Meixner: „Das Thema wird uns weiterhin beschäftigen.“

Platzproblem: Lösung fällt Stadt in den Schoß

Theoretisch würden im September 29 Hortplätze fehlen, so der KJFV-Geschäftsführer. Doch „die Lösung des Problems ist uns quasi in den Schoß gefallen“. Besagte frei gewordenen Räume in der ehemaligen Landwirtschaftsschule „können dem im Gebäude befindlichen Hort zugeschlagen werden“. Bereits im März dieses Jahres hatte der Bauausschuss das Geld für den Umbau bewilligt und die Städtische Wohnungsbau GmbH mit den Arbeiten beauftragt. Weitere 30 000 Euro stehen nur für die Ausstattung der Räume zur Verfügung. „Eine genaue Abrechnung mit Verwendungsnachweis erfolgt nach Abschluss der Maßnahme und wird dem Ausschuss vorgelegt“, erklärte Vize-Bürgermeister Günther Eibl (CSU), der die Sitzung in Vertretung von Rathauschef Klaus Heilinglechner (BVW) leitete. Die 30 000 Euro werden im Nachtragshaushalt berücksichtigt, „nicht ausgeschöpfte Mittel sind an die Stadt Wolfratshausen zurückzuzahlen“, betonte Eibl.

Stadt Wolfratshausen muss zusätzliches Personal einstellen

Die Erweiterung des Betreuungsangebots in der Loisachstadt setzt nach Worten Meixners auch die Einstellung von zusätzlichem Personal voraus. Vier Erzieherinnen sind’s genau, zwei Stellen habe man schon besetzen können. Auf Nachfrage von Dr. Patrick Lechner (FDP), ob die Stadt als Arbeitgeber „attraktiv aufgestellt ist“, wies Meixner auf die sogenannte Großraumzulage hin. Dieses Extrageld hatten die Stadträte wie berichtet vor einigen Wochen den Mitarbeitern im Rathaus sowie in den kommunalen Einrichtungen zugestanden. cce

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