Rückruf: Volvo muss 500.000 Autos reparieren - weil eine Gefahr im Motorraum schlummert

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Der Jahreswechsel: Die Wolfratshauser Seelsorgerin Barbara Mehlich macht sich dazu ein paar Gedanken.

Gastbeitrag

Gedanken einer Wolfratshauser Seelsorgerin zum Jahreswechsel

Die Weihnachtslieder sind verklungen. Auf Wiedersehen „Stille Nacht, Heilige Nacht“, bis nächstes Jahr. Die Festlichkeiten samt Gottesdienstbesuch sind vorbei, erst mal durchschnaufen und Luft holen. War’s das für 2018?

Am Dienstag beginnt das neue Jahr 2019. Wie immer fassen wir die üblichen Vorsätze: mehr Spazieren gehen, weniger rauchen, gesünder essen, Freundschaften pflegen, PC und Smartphone öfters verbannen. Das klingt alles sehr anstrengend, dafür braucht man einen langen Atem. Wie schnell werden wir doch wieder atemlos, und die Vorsätze drohen zu seelenlosen Strukturen zu werden. Wer oder was unterstützt uns, damit unser Leben ein wenig anders wird?

Barbara MehlichKatholische Krankenhaus-Seelsorgerin in Wolfratshausen

Auch 2019 gilt die weihnachtliche Zusage: „Erschienen ist uns die Güte und Menschenfreundlichkeit unseres Gottes“. Gott wird in Jesus Mensch. Gott lässt sich ein, kümmert sich, er verlässt uns nicht und ist immer da. Aber nicht aufdringlich, uns dirigierend und beherrschend, nein, er zeigt sich behutsam und zurückhaltend. Seine Güte ist sehr konkret. Ein Vorsatz für 2019 könnte lauten: Gottes Menschenfreundlichkeit immer mehr zu entdecken. Wir brauchen ihn nicht zu fürchten. Aber Gott schreit nicht laut „Hier bin ich!“, ich muss still werden und in mich hineinhören. Täglich ein paar Minuten Zeit nehmen, um achtsam und gegenwärtig zu sein. Sein Vertrauen auf Gott setzen, so, als ob alles von ihm abhängt, das muss immer neu Tag für Tag eingeübt werden, bis es in Fleisch und Blut übergeht.

Gottes Menschenfreundlichkeit zeigt er uns allen als liebender Vater. Geschwisterlichkeit verbindet uns Menschen. Die zahlreichen Talente, die in uns stecken, sollten sich entfalten können. Wir haben verschiedene Ideen, sollten aber fähig sein, einander zu achten und zuzuhören. Dann können auch ehrliche, faire Auseinandersetzungen gelingen.

Ein weiterer Vorsatz könnte lauten: Alexa, die computergesteuerte Dame, einmal links liegen zu lassen und dafür den Nachbarn, der zwar nebenan wohnt, den man aber fast nie sieht, zu besuchen. Überrascht erfährt man, wie sich das Leben nebenan geändert hat, wie der Nachbar erkrankt ist. Von außen sieht man es nicht, meint man einfach, dass alles gut ist.

Wie wäre es, wenn Sie statt einem Relax-Wochenende im Hotel mit Pool eine kleine Bergtour machen und auf einer Hütte übernachten – inklusive Abendrot, Sternenhimmel und Mitternachtsgesprächen? Auch frische Bergluft stärkt Körper und Geist. Ein Anti-Stress-Vorsatz: Lassen Sie sich von niemandem drängen! Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um die alltäglichen Dinge im eigenen Tempo zu erledigen. Das fördert Ihre Freude und Gelassenheit.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Jahr 2019.

Lesen Sie auch: Wolfratshauser Dekan erklärt was passiert, wenn wir Zeitlang haben

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