Polizei stellt Wiederholungstäter

Gefälschter Ausweis rutscht aus Reisepass: Haftstrafe

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Schon mehrfach ist ein serbischer Staatsangehöriger wegen immer derselben Delikte mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Nun droht ihm eine Haftstrafe.

Schäftlarn - Gegen 18 Uhr kontrollierte eine Zivilstreife der Polizeiinspektion Fahndung am Sonntag an der A 95 kurz vor der Ausfahrt Schäftlarn einen Kastenwagen. Im Fahrzeug saßen drei Männer. Die Überprüfung des Fahrers und des Beifahrers (ein Serbe beziehungsweise Bosnier) verlief ohne auffälliges Ergebnis. Das Ausweispapier, das ein weiterer Fahrzeuginsasse den Beamten reichte, erkannten diese jedoch auf den ersten Blick als Fälschung. 

Nach eindringlicher Aufforderung händigte der Mann der Streife schließlich seinen echten serbischen Reisepass – „aus dem eine gefälschte slowenische Identitätskarte herausfiel“, so ein Polizeisprecher. Auf Vorhalt gab der Mann zu, sich die beiden Ausweiskarten für 550 Euro in Belgrad illegal besorgt zu haben. Alles, um leichter in Deutschland eine Arbeitsstelle zu bekommen. 

36-Jähriger arbeitet wohl schon länger aus Bauhelfer

Aufgrund der Gegenstände, die der 36-Jährige mit sich führte, geht die Polizei davon aus, dass er bereits seit längerer Zeit in Deutschland als Bauhelfer arbeitet. Bei weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass der Serbe Anfang September in Garmisch kontrolliert worden war. Dabei wies er sich ebenfalls mit gefälschten Ausweisdokumenten aus. Der Festnahme entging der 36-Jährige nur, da er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft 4000 Euro Sicherheitsleistung hinterlegte. 

Obwohl seinerzeit die falschen Dokumente sichergestellt wurden, hatte der Mann bei der Kontrolle am Sonntag – sieben Wochen nach der jüngsten Anzeige – bereits wieder gefälschte Dokumente in der Tasche. Die Streife stellte sie sicher. Der Serbe wurde vorläufig festgenommen und ist am Montag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft, dem Haftrichter vorgeführt worden. 

cce

Rubriklistenbild: © dpa

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