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Option fürs Dach: Solarpaneele helfen, Energie zu sparen.

Stadt will mit gutem Beispiel vorangehen

Gemeinsam Energie sparen

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Wolfratshausen - Der Energienutzungsplan ist fertig. Jetzt geht es an die Umsetzung, sprich: Es soll Energie gespart werden. Ganz wichtig: Die Verwaltung will die Menschen einbinden.

Zwischen Januar und Juli hat das Institut für Systemische Energieberatung (ISE) an der Hochschule Landshut mit der städtischen Steuerungsgruppe den vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie geförderten Energienutzungsplan erarbeitet. Mit seiner Hilfe soll gezeigt werden, wo in Wolfratshausen man Energie effizienter bereitstellen beziehungsweise CO2-Emissionen einsparen könnte. Die wichtigsten Ergebnisse sowie erste konkrete Vorschläge stellte ISE-Projektleiterin Katharina Zeiser dem Stadtrat vor.

Demnach lässt sich bis zum Jahr 2022 im Bereich Strom der Energiebedarf um bis zu 27 Prozent und im Bereich Wärme um bis zu 23 Prozent reduzieren. Die größten Einsparpotenziale liegen Zeisler zufolge beim Strom im Austausch der Beleuchtung (was schon seit längerem im Gange ist) sowie in der Modernisierung der Klima- und Raumlufttechnik. Im Bereich Wärme geht es im wesentlichen um die Sanierung von Gebäuden sowie den Austausch der Kessel bei älteren Heizungsanlagen. Damit einhergehen würden ein deutlich geringerer Pro-Kopf-Ausstoß von CO2. Dieser lag 2014 bei etwa 7,4 Tonnen pro Jahr (Bundesdurchschnitt: 11,5 Tonnen). Dieser Wert könnte bis 2022 auf 6,2 Tonnen sinken. „Um diesen noch weiter senken zu können, ist die Errichtung weiterer erneuerbarer Energieerzeugungsanlagen wie Fotovoltaik oder Biomasse notwendig“, ergänzte Zeiser.

Auch einige konkrete Projekte haben die ISE-Mitarbeiter vorgeschlagen. Für den Austausch des Erdgaskessels an der Schule Waldram zum Beispiel hat die Stadt bereits eine Firma beauftragt, die die technische Umsetzbarkeit überprüfen soll. „Der Kessel wurde bei der Sanierung der Schule nicht erneuert und ist jetzt überdimensioniert“, erläuterte die städtische Energiebeauftragte Eva Vorderobermeier auf Nachfrage. Im Gespräch ist auch eine Photovoltaikanlage für das Dach der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg. „Hier fehlt aber noch ein Beschluss, ob die Anlage auf den sanierten Teil oder den Neubau soll“, sagte Vorderobermeier. Ein weiterer Vorschlag ist der Austausch der Heizungsanlage eines Mehrfamilienhauses der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft an der Kanalstraße. Das größte Projekt wäre die Realisierung eines Nahwärmenetzes mit Hilfe eines Blockheizkraftwerks. Selbiges könnte im Zuge des Umbaus im Bereich der Hammerschmiedschule errichtet werden und vorwiegend städtische Liegenschaften versorgen. Hier bedarf es einiges an Vorarbeit. „Unter anderem müssen wir anfragen, wer noch Interesse daran hat und einen Antrag auf Umsetzungsbegleitung stellen“, so Vorderobermeier weiter. Auch hier gibt es die Möglichkeit der Förderung durch das Ministerium.

Möglichst zügig soll die Bevölkerung eingebunden werden. Die Informationen zum Energienutzungsplan sollen in einer Broschüre verständlich gebündelt werden. Außerdem sollen die Wolfratshauser in einer Infoveranstaltung – vermutlich im Frühjahr – erfahren, wie sie zum Energiesparen beitragen können. Auch eine Sanierungsoffensive soll gestartet werden. Es sei wichtig, so Vorderobermeier, dass die Stadt mit gutem Beispiel vorangeht. „Nur wenn die Bürger sehen, dass sich etwas tut, können wir sie zum Mitmachen motivieren.“

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