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Landtagsabgeordnete besichtigten mit Experten einen Forst. Unser Bild zeigt (v. li.) Josef Stahl (Jagdgenossenschaft Hartpenning), Michael Lechner (WBV-Vorsitzender Holzkirchen), Niko Sto ßberger (Mitarbeiter von Kerstin Schreyer, CSU), Martin Bachhuber (CSU), Nikolaus Kraus (Freie Wähler), Josef Bichler (Jagdgenossenschaft Hartpenning), Johann Killer (Chef der WBV Wolfratshausen) und Lorenz Ballauf (Waldbesitzer).

WBV

Gemeinsam für den Wald

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Die beiden Waldbesitzervereinigungen aus Wolfratshausen und Holzkirchen inspizieren mit Landtagsabgeordneten heimische Forste und diskutieren mit ihren Gästen über künftige Strategien des Waldumbaus.

Bad Tölz-Wolfratshausen/Holzkirchen – Für unsere Gesellschaft ist der Wald (über-)lebenswichtig. Das zu verdeutlichen, werden die Waldbesitzervereinigungen (WBV) in Holzkirchen und Wolfratshausen nicht müde. Immer wieder fordern sie eine nachhaltige Unterstützung und Förderung der bayerischen Privatwälder. Und sie werden auch aktiv: Ende Oktober luden die WBV-Vorsitzenden die örtlichen Stimmkreisabgeordneten des bayerischen Landtags erstmals gemeinsam zu einem forstpolitischen Spaziergang in Privatwälder bei Holzkirchen ein.

„Der Klimawandel gefährdet die Wälder im Oberland dramatischer als angenommen“, warnte Wolfratshausens WBV-Chef Johann Killer. Sie würden zunehmend unter Stürmen, der Massenvermehrung des Borkenkäfers und unter der Trockenheit leiden“. „Wir müssen die Wälder dringend stabilisieren und können hierfür Lösungen bieten“, so Killer. Dafür benötige der Privatwald aber eine verlässliche politische, personelle und finanzielle Unterstützung.

Michael Lechner ergänzte die Ausführungen seines Kollegen. Es bedürfe aufgrund der enormen Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, und der überragenden Bedeutung des Waldes für die Allgemeinheit einer langfristigen, nachhaltigen Strategie, um die bayerischen Wälder „fit für die Zukunft“ zu machen, sagte der Holzkirchener WBV-Boss. Dies sei einerseits nötig für den aktiven Klimaschutz. Anderseits aber auch, um einer zentralen Wirtschaftsbranche mit 196 000 Beschäftigten – gerade im ländlichen Raum – Perspektiven zu bieten. Lechner appellierte an die Abgeordneten, in dieser Frage einen möglichst breiten politischen Konsens anzustreben.

Die Politik scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben: Killer und Lechner lobten die Soforthilfe des Staates für die heuer so sturmgeplagten niederbayerischen Waldbesitzer sowie die Ankündigung des zuständigen Ministers Helmut Brunner, für den Wald zusätzliche Finanzmittel sowie langfristig 200 neue Beratungsförster in der Forstverwaltung zur Verfügung zu stellen. Die Förderprogramme und Strukturen seien im Prinzip sehr gut, sagten Killer und Lechner. „Was wir aber dringend brauchen, ist die Stabilität und Kontinuität bei der Unterstützung der Selbsthilfeeinrichtungen, den waldbaulichen Fördermitteln und dem staatlichen Personal.“

Die privaten Waldbesitzer hätten den Klimawandel nicht verursacht. Die Bewältigung seiner Folgen sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wichtigste Grundlage der Umstrukturierung laut WBV: Die Schalenwildbestände müssen dem Wald angepasst werden. Der gesetzliche Grundsatz „Wald vor Wild“ sei konsequent umzusetzen. Jagdrechtliche Hindernisse müssten beseitigt werden.

Gemeinsam mit den örtlichen Waldbesitzern und Vertretern der Jagdgenossenschaft Hartpenning diskutierten die Abgeordneten Martin Bachhuber (CSU), Nikolaus Kraus (FW) und Niko Stoßberger, wissenschaftlicher Mitarbeiter der kurzfristig verhinderten Kerstin Schreyer (CSU), die Notwendigkeit des Umbaus reiner Fichten- in Mischwälder. Die Bedeutung der Waldpflege, die natürliche Verjüngung, die Pflanzung von Mischbaumarten und der Wegebau waren Themen.

Die Abgeordneten hätten sich beeindruckt gezeigt „von der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Waldbesitzern, -besitzervereinigungen und Forstverwaltung sowie dem professionellen Umgang mit neuen Herausforderungen“, sagt WBV-Sprecher Matthias Kroiß.

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