White Dinner in Wolfratshausen
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Rund 350 Besucher nahmen am Samstagabend an der alten Floßlände zum zweiten White Dinner in der Loisachstadt Platz. „Weiß nehmen wir heute als ein Zeichen für Harmonie und Gemeinschaft“, sagte Werbekreis-Vorsitzender Hans-Joachim Kunstmann.

White Dinner in Wolfratshausen

Gemeinsam schlemmen ganz in Weiß: Das war los am Loisachufer

Gemeinsam unter freiem Himmel schlemmen: Rund 350 Gäste kamen am Samstag (21. August) zum zweiten White Dinner an der alten Floßlände in Wolfratshausen.

Wolfratshausen – Menschen, von Kopf bis Fuß in Weiß gekleidet, die am Loisachufer dinieren: Das mag aus der Ferne betrachtet ein bisschen befremdlich anmuten, man könnte meinen, dass es sich um das Treffen einer obskuren Sekte handelt. „Sagen Sie bitte mal, was ist denn das für eine Gesellschaft?“, wunderte sich eine Dame in schwarzem T-Shirt und dunkler Hose, die am Samstagabend an der alten Floßlände spazieren ging. Die Antwort: Es ist das zweite White Dinner in der Loisachstadt.

Die weiße FFP2-Maske ist Pflicht

Nach dem Komplettausfall im Corona-Jahr 2020 und der Verschiebung aufgrund einer Unwetterwarnung um eine Woche, machten es sich am Samstag rund 350 Frauen und Männer an für sie vorbereiteten Biertischgarnituren gemütlich. Das White Dinner bedeutet weit mehr, als sich nur in (weiße) Schale zu werfen. Die Teilnehmer überboten sich geradezu mit Tischkultur, vom Kandelaber bis zum üppigen Blumenstrauß, vom orientalischen Amuse-Gueule bis zur bayrischen Biergartenspezialität. Einziger Unterschied zum ersten White Dinner vor der Pandemie: Weiße FFP2-Masken-Pflicht bis zum Tisch.

„Weiß nehmen wir heute Abend als ein Zeichen für Harmonie und Gemeinschaft. Lassen wir einmal die Welt Welt sein. 

Hans-Joachim Kunstmann, Vorsitzender des Werbekreis Einkaufsstadt Wolfratshausen

Organisiert hatten das festliche Freiluft-Dinner erneut die Vereine Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) und Werbekreis Wolfratshausen. Dessen Vorsitzender Hans-Joachim Kunstmann begrüßte die Gäste: „Weiß nehmen wir heute Abend als ein Zeichen für Harmonie und Gemeinschaft. Lassen wir einmal die Welt Welt sein.“ Ein Prosit die laue Sommernacht und allseits wünschten sich die Damen und Herren guten Appetit. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Münchner Musikerin Alexandra Fischer mit Barmusik.

Marika Kosyk aus Münsing war mit ehemaligen Arbeitskolleginnen gekommen. Ihre Freundin Eva Schygulla hatte schlesische Hering-Häckerle mitgebracht und Christiane Krabbes kredenzte den Damen Falafel, Hummus und libanesisches Labneh, ein feines Frischkäsegericht mit Pistazienöl.

Hier Tiramisu, da Würstchen im Schlafrock

An einem Drei-Generationen-Tisch saßen Großmutter, Mutter und Tochter mit Freunden zusammen. „Ist das nicht ein herrlicher Ausblick? Und die schöne Live-Musik dazu. Das ist doch etwas Besonderes“, schwärmte die Familie aus Wolfratshausen, die anonym bleiben möchte. Es sei das erste Mal, dass sie an einem White Dinner teilnehmen, zum Nachtisch gab’s für illustre Runde Tiramisu.

Einen Tisch weiter verwöhnten zwei 13-Jährige, Marissa aus Waldram und ihre Schulfreundin Amelie aus Achmühle, ihre Angehörigen. Die Teenager hatten Würstchen im Schlafrock und Obstbowle ohne Alkohol vorbereitet. „Witzig, was die Leute so anhaben“, stellten die zwei 13-Jährigen fest. Auf ihrem weiß gedeckten Tisch prangten goldfarbene Kerzenständer aus der Manufaktur Villeroy und Boch. „Die haben wir vom Flohmarkt.“

Lichtershow-Feuerwerk zum krönenden Abschluss

Bei der Damenrunde der Eurasburger Zumbagruppe blühten weiße Margeriten in der Vase. Nach dem Hauptgericht gebe es noch Kaffee und Kuchen, verrieten sie unserer Zeitung. „Das trainieren wir schon wieder ab“, waren die fröhlichen Sportlerinnen überzeugt. Die Waldramer Radlfahrer ließen sich am Samstagabend unter anderem Knusper-Oliven mit Käsefüllung schmecken. „Wir sind eingefleischte Camper, wir lieben es, wenn wir draußen sein dürfen.“

Der Abend in Weiß endete mit einem spektakulären, farbenprächtigen Lichtershow-Feuerwerk, das auf einen Wasservorhang projiziert wurde. Dafür zeichneten Alfred Fraas und seine Söhne Max und Leo von Fraas Engineering verantwortlich.

Andrea Weber

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