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Surfen an der Loisach könnte schon bald möglich sein. 

Klarstellung beim Stadtgespräch

Genossen stehen hinter der Surfwelle

Wolfratshausen - In der jüngsten Stadtratssitzung konnte man den Eindruck gewinnen, dass der SPD an der Surfwelle nicht sonderlich viel liegt. Im Stadtgespräch stellte Fraktionschef Fritz Meixner fest, dass die Skepsis der SPD dem Bürgermeister gilt, nicht dem Projekt. 

Wolfratshausen – Einstimmig hat der Stadtrat beschlossen, die Wartung und den Unterhalt der geplanten Surfwelle auf der Loisach zu übernehmen. Kostenpunkt: voraussichtlich 5000 Euro jährlich, 15 Jahre lang. Dass alle Räte ihre Hand für den Zuschuss hoben, stand in der jüngsten Stadtratssitzung lange auf der Kippe. Die Fraktionen von CSU und SPD vermissten einen Businessplan, eine Haftungsregelung und Infrastruktur-Vorschläge.

Dass einige die Skepsis der Genossen als Kritik am Surfwellen-Verein verstanden haben, stößt bei SPD-Fraktionschef Fritz Meixner auf Unverständnis. Beim sogenannten Stadtgespräch seiner Partei erklärte er am Donnerstagabend im Landhauscafé: „Das war kein Angriff auf die Surfwelle und den Verein, sondern Kritik an der Informationspolitik des Bürgermeisters.“ Die SPD stehe unverändert hinter dem Projekt: „Wir haben bereits einen Zuschuss von 100 000 Euro bewilligt. Das ist ein klares Bekenntnis zur Surfwelle.“ Meixner zollte den Ehrenamtlichen Respekt: „Was der Verein alles leistet – Spendensammlungen, Gespräche, Aktionen – davor ziehe ich meinen Hut.“ Bei aller Sympathie für das Projekt gebe es aber noch viele Fragezeichen. Dass der Stadtrat vor weiteren Entscheidungen von Rathauschef Klaus Heilinglechner Antworten erwarte, sei daher „leicht nachvollziehbar“.

Die SPD hat einen simplen Sachstandsbericht vermisst

SPD-Fraktionschef Fritz Meixner sieht das Rathaus in der Pflicht.

Nach Meinung der rund 15 Anwesenden hätte die Stadtverwaltung, konkret dessen Leiter, eine simple Lösung wählen können. „Man hätte uns in der Sitzung einfach einen Sachstandsbericht mitliefern können“, meinte SPD-Stadträtin Roswitha Beyer. Es reiche nicht, davon auszugehen, dass „alles bekannt ist“, was im Rathaus und beim Verein „Surfing Wolfratshausen“ passiere. Ex-Bürgermeister Reiner Berchtold stieß ins selbe Horn: „Das Thema beschäftigt die Stadt schon so lange, da muss man doch erwarten können, dass der Stadtrat auf den neuen Stand gebracht wird.“ Stadträtin Gerlinde Berchtold fügte an: „Wir haben noch nicht einmal die Meldung erhalten, dass die Surfer einen Verein gegründet haben. Alle Informationen mussten wir aus der Presse sammeln.“

Meixner sieht eine „Hausaufgabenpflicht“ bei Rathauschef Heilinglechner. „Man muss sich die Frage stellen, wer welche Aufgaben hat: Ist es der Job jedes Stadtrates, allen Informationen hinterherzulaufen – oder muss der Bürgermeister bei Projekten, über die wir abstimmen, Informationen an das Gremium herausgeben?“ Der SPD-Fraktionschef musste nicht betonen, dass er den Rathauschef in der Pflicht sieht, den Stadtrat zu informieren. Explizit sei das nicht die Aufgabe des Surfer-Vereins. Dominik Stallein

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