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Ein letztes Mal kam der Verein „S7-Verlängerung jetzt“ zusammen. Auf Antrag des Vorsitzenden Johannes Schneider (li.) beschlossen die Mitglieder die Auflösung. 

„Wir waren damals euphorischer, dass die S-Bahn früher kommt“

Er forderte den sofortigen Anschluss für Geretsried: S7-Verein löst sich auf

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Der Verein „S7-Verlängerung jetzt“ setzte sich für die Verlängerung der S7 nach Geretsried ein. 2028 soll es soweit sein. Die erste Fahrt wird der Verein nicht mehr erleben. Er hat sich aufgelöst.

Wolfratshausen/Geretsried – 2028 soll die erste S-Bahn bis nach Geretsried fahren. Ein Datum, das der 2008 gegründete Verein „S7-Verlängerung jetzt“ nicht mehr erleben wird. Bei der jüngsten Jahresversammlung im Krämmel-Forum stellte Vorsitzender Johannes Schneider den Antrag, den Zusammenschluss aufzulösen. „Es fehlt der Grund, an diesem Verein festzuhalten“, stellte er fest. Sieben der acht erschienenen Mitglieder stimmten der Auflösung zu.

Einen Rechenschaftsbericht über das vergangene Jahr konnte der Vorsitzende nicht liefern. „Es gab 2018 keine einzige Veranstaltung, an der wir beteiligt waren“, erklärte Schneider. Die Internetseite des Vereins wurde seit vier Jahren nicht mehr aktualisiert. „Wir können die Planungen in den nächsten fünf bis sechs Jahre nicht mehr beeinflussen“, stellte Mitglied Christian von Stülpnagel fest. Immerhin, so hob Wolfratshausens Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller (SPD) hervor, sei mit der geplanten Tieferlegung der Trasse an der Sauerlacher Straße eine wichtige Verbesserung erreicht worden. Sein Fazit: „Das, was zu leisten war, ist geleistet worden.“

In den vergangenen Jahren hatten die beiden Vorsitzenden Johannes Schneider und Reinhold Krämmel immer wieder auf das wachsende Verkehrsaufkommen in der Region und auf die Notwendigkeit eines sofortigen S-Bahn-Anschlusses für Geretsried hingewiesen. Nun soll es frühestens 2028 soweit sein. „Wir waren damals euphorischer, dass die S-Bahn früher kommt“, räumte Schneider ein.  ph

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