Sprunghafter Anstieg: Welche Produkte in Corona-Zeiten vor allem verkauft werden
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Hoch im Kurs stehen in der Corona-Krise Sport- und Freizeitartikel. Ein Verkaufsschlager ist das Trampolin.

Trampoline, Sportschuhe und Webcams

Sprunghafter Anstieg: Welche Produkte in Corona-Zeiten vor allem verkauft werden

  • Franziska Konrad
    vonFranziska Konrad
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Auch das Kaufverhalten hat sich während der Corona-Pandemie verändert. Manche Produkte sind plötzlich heiß begehrt - und vielerorts ausverkauft. Unsere Zeitung hat sich umgehört. 

Geretsried/Wolfratshausen Vieles hat sich durch das Coronavirus geändert, auch das Kaufverhalten der Menschen. Zu den beliebtesten Produkten während der Pandemie zählt laut einer Analyse des digitalen Verbrauchermagazins Vergleich.org das Trampolin.

Trampolin - eines der beliebtesten Produkte während Corona? 

Im Vergleich zum Monatsdurchschnitt sei hier die Nachfrage in den letzten Monaten um 381,8 Prozent gestiegen, gefolgt vom Gefrierschrank mit 154 Prozent und dem Rasenmäher mit 135 Prozent. Zeigt sich dieser Trend auch in den lokalen Geschäften? Unsere Zeitung hat sich umgehört.

„Klar haben wir bei Trampolinen eine erhöhte Nachfrage“, bestätigt Rudi Utzinger, Geschäftsführer von Intersport Utzinger in Geretsried. Er verkauft derzeit „doppelt so viele wie sonst“. Spürbar zugenommen habe das Interesse aber auch an allen anderen Produkten, die mit Freizeit, Spaß und Urlaub in der Region zu tun haben. Das bleibt nicht ohne Folgen: Gerade Trampoline seien momentan selbst für Sportgeschäfte schwer zu ergattern.

„Running-Schuhe sind bei uns gerade der absolute Renner“

Bei Intersport Reiser in Wolfratshausen hält sich die Nachfrage nach Trampolinen „in Grenzen“, sagt Geschäftsführer Thomas Reiser. Dafür hat er eine andere Beobachtung gemacht: „Running-Schuhe sind bei uns gerade der absolute Renner.“ Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres verkauft er momentan das Dreifache an den speziell fürs Laufen konstruierten Schuhen. 

„Ich bin ja selbst Läufer und kann das nur bestätigen: So viele Jogger wie jetzt waren noch nie unterwegs“, berichtet Reiser. Er erklärt sich das so: „Die Leute haben jetzt viel Zeit. Einige nutzen das, um neue Sportarten auszuprobieren.“

Gartenhäuser, Terrassenhölzer und Farben sind heiß begehrt

Dass seit Corona deutlich mehr Rasenmäher verkauft werden, ist Alexander Steinbach von der BayWa in Wolfratshausen bislang nicht aufgefallen. „Rasenmäher verkaufen wir nicht wesentlich mehr als vor der Krise“, stellt er fest. Dafür sind in dem Bau- und Gartenmarkt derzeit andere Artikel heiß begehrt, etwa Gartenhäuser, Terrassenhölzer und Farben. „Hier stieg die Nachfrage um 25 bis 30 Prozent. Denn das sind alles Dinge, womit sich die Leute jetzt ihre Zeit vertreiben“, so Steinbach.

Und wie sieht es mit den Gefrierschränken aus? Wir fragen beim Isartaler Elektromarkt in Geretsried nach. „Klar verkaufen wir mehr Gefrierschränke. Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie haben die Leute ja Lebensmittel gehortet“, sagt Geschäftsführer Thomas Purmann. Doch der mit Abstand meistgefragteste Artikel der letzten Monate sei ein anderer: die Webcam für den Computer. 

Corona: Webcam das meistgefragteste Produkt im Elektromarkt

„Wenn wir davon 10 000 Stück im Geschäft gehabt hätten, dann hätten wir die verkauft“, ist sich Purmann sicher. Seine Erklärung dafür klingt logisch: Viele Menschen arbeiten seit Ausbruch der Corona-Krise im Homeoffice. „Dort müssen sie schließlich kommunizieren. Dafür brauchen sie die Webcams“, so der Geschäftsführer. Die Folge: Seit mittlerweile acht Wochen sind die Computer-Kameras ausverkauft und nicht lieferbar.

Info:

unter https://www.vergleich.org/trampolin/#ratgeber-auswertung-zum-corona-kaufverhalten-trampolin-ist-das-beliebteste-produkt-in-der-krise

In Zeiten von Corona ist der Geretsrieder Wochenmarkt beliebt wie nie. Sieben Händler bieten aktuell jeden Dienstagvormittag an der Egerlandstraße ihre frischen Waren an. Der Fischerhof bietet Geflügel und Eier an. Später als gewohnt erwachte heuer hingegen die Königsdorfer Alm aus dem Winterschlaf. Wegen der Corona-Krise läuft vieles anders. Ein Almbesuch bei der Familie Schwaighofer.

kof

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