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Im Einsatz gegen unsaubere Praktiken: Beamte des Hauptzollamts Rosenheim haben im ersten Halbjahr dieses Jahres bereits 791 Betriebe überprüft, darunter 318 Arbeitgeber in der Baubranche.

Hauptzollamt kontrolliert 791 Betriebe  

Gewerkschaft begrüßt verstärkte Kontrollen

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„Das Risiko für Dumpinglohn-Firmen steigt“, freut sich Michael Müller, Bezirkschef der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Bad Tölz-Wolfratshausen– „ Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist laut Müller die Gefahr für Unternehmen, bei unsauberen Praktiken vom Zoll erwischt zu werden, erstmals seit Jahren gestiegen.

Das zuständige Hauptzollamt Rosenheim kontrollierte im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 791 Betriebe. Das sind gut 50 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Allein im Baugewerbe prüften die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 318 Arbeitgeber. Im Fokus standen illegale Beschäftigung, Lohn-Prellerei und Betrug bei der Sozialversicherung. Die Zahlen gab das Bundesfinanzministerium auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne) bekannt.

Die IG BAU Oberbayern begrüßt das Plus an Prüfungen ausdrücklich: „Es ist offenbar endlich die Botschaft angekommen, dass sich Schwarzarbeit nur durch mehr staatliche Kontrolle eindämmen lässt“, stellt Bezirkschef Müller fest. Erhöht worden ist nach seinen Angaben auch die Zahl der Kontrolleure: Beschäftigte die FKS im vergangenen Jahr bundesweit 6865 Beamte, waren es heuer im Juni 7211.

Einen Grund, Entwarnung zu geben, sieht der Gewerkschaftsvertreter nicht. In seinen Augen sind bundesweit mindestens 10 000 Beamte für die Finanzkontrolle Schwarzarbeit nötig. Müller: „Solange eine Zoll-Visite die Ausnahme und nicht die Regel ist, haben Wirtschaftskriminelle ein zu leichtes Spiel.“ Dies zeige sich vor allem in der Baubranche. Hier würde oftmals nicht einmal der vorgeschriebene Mindestlohn gezahlt. Allein aus diesem Grund verhängte das Hauptzollamt Rosenheim im ersten Halbjahr dieses Jahres Bußgelder in Höhe von knapp 27 000 Euro.

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