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Immer auf die Daub ’n: Stadträtin Annette Heinloth und ihre Kollegen beim Eisstockschießen. 

„Eiszeit“ wird gut angenommen

Gibt es eine Silvesterparty an der Wolfratshauser Eisfläche? 

Gibt es eine Silvesterparty rund um die Eisfläche an der Wolfratshauser Floßlände? Beim Eisstockschießen der Wolfratshauser Mandatsträger zeigte sich der Bürgermeister vorsichtig optimistisch.

Wolfratshausen – Die künstliche Eisfläche an der alten Floßlände hat sich längst zum Besuchermagneten entwickelt. Nicht nur Schlittschuhläufer jeden Alters, auch Eisstockschützen nutzten das glatte Parkett. Am Montagabend mietete dort eine illustre Gruppe zwei der insgesamt fünf Bahnen.

Die Idee, sich gemeinsam auf der Eisfläche zu treffen, wurde spontan beim Jahresabschlussessen des Wolfratshauser Stadtrats im Wirtshaus Flößerei geboren. Knapp eine Woche später schwangen die Mandatsträger dann tatsächlich die Stöcke. Während Sportreferent Maximilian Schwarz das Spielgerät immer recht nah an die „Daub’n“ gleiten ließ, mussten sich andere Stadtratskollegen auf dem eisigen Parkett noch zurechtfinden. „Ich habe davor noch am Tegernsee mit geübten Eisstockschützen trainiert“, verriet Schwarz unserer Zeitung.

Rathauschef freut sich über positive Reaktionen

Ähnlich geschickt stellte sich Ingrid Schnaller an, Frau des Zweiten Bürgermeisters Fritz Schnaller und Vorsitzende des Werbekreises Wolfratshausen. Ihr mitgebrachter Holzstock schien die „Daub’n“ fast magisch anzuziehen. Am Ende des zweistündigen Vergnügens splitterte jedoch ein großes Stück aus ihrem Sportgerät. „Ka Problem, des papp’ ma daheim wieder zam“, beruhigte Fritz seine Gattin. Die Ergebnisse spielten für die Beteiligten ohnehin nur eine untergeordnete Rolle.

Bei der anschließenden dritten Halbzeit an der brennenden „Eiswolf“-Tonne ließen die Stadträte dann in harmonischer Runde auch das kommunalpolitische Jahr Revue passieren. Sogar Stadtrat Dr. Hans Schmidt (Grüne) und Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen), die sich nicht nur in der jüngsten Bauausschusssitzung ein hartes Duell um die Beantwortung von zahlreichen Anträgen geliefert hatten (wir berichteten), begruben bei einem Glas Glühwein zumindest vorübergehend das Kriegsbeil.

Der Ratshauschef zeigte sich erfreut, dass das mit vielen Kosten und bürokratischem Aufwand verbundene „Eiszeit“-Projekt von den Bürgern so gut angenommen wird. Auf Nachfrage unserer Zeitung soll sogar geprüft werden, ob dort ein Silvesterfest stattfinden kann. „Da gilt es aber noch einige Auflagen zu erfüllen“, ist Heilinglechner vorsichtig optimistisch.

Peter Herrmann

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