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Sie sind „WOR“: Kommunikationsberaterin Beate Mader (li.) und Tourismusbeauftragte Gisela Gleißl sind die Gesichter hinter dem Blog der Stadt Wolfratshausen. 2014 haben sie das Projekt ins Leben gerufen.

„Wir sind WOR“

Blog der Stadt Wolfratshausen: Digitales Wir-Gefühl

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Ein blau-weißer Luftballon in Herzform und das Schlagwort „Wir sind WOR“: Mittlerweile hat Wolfratshausen neben seinem Stadtwappen ein weiteres Logo. Dieser sogenannte Hashtag ist vor allem im Internet präsent – dort, wo sich Gisela Gleißl mit dem Blog der Flößerstadt seit drei Jahren um deren digitales Auftreten kümmert.

Wolfratshausen – „Angefangen hat alles mit dem Flussfestival 2013“, erinnert sich die Tourismusbeauftragte. „Wir wollten die Künstler zeigen und Hintergründe darstellen.“ Weil die Homepage der Stadt darauf ausgerichtet ist, die Bürger mit Fakten zu informieren, musste ein anderes Kommunikationsmittel her: der Blog. Auf blog.wolfratshausen.de ist „Platz für Geschichten, viele Bilder und eine andere Sprache“, sagt Gleißl. „Smarter, nahbarer und persönlicher“ soll die Stadt auf diese Weise werden, ergänzt Kommunikationsberaterin Beate Mader. Sie kümmert sich um die technische Umsetzung.

Der erste veröffentlichte Artikel handelte von der Isar-Loisach-Gewerbeausstellung (Iloga) im März 2014. Seither habe sich der Blog neben Facebook laut Gleißl zu einem „wichtigen Werbekanal“ entwickelt, um die Bereiche Leben, Erleben, Arbeiten und Einkaufen in der Loisachstadt nach außen attraktiv darzustellen. Die ein bis zwei Beiträge pro Woche behandeln verschiedene Themen, meist hangeln sie sich am städtischen Terminkalender entlang. Besonders beliebt sei neben Ladenöffnungen, Freizeitangeboten und Veranstaltungen der Blick hinter die Kulissen. „Die regelmäßigen Interviews mit dem Bürgermeister oder Einblicke in die Arbeit im Bürgerbüro werden häufig geklickt“, sagt die 39-Jährige.

Mit Unterstützung von Kulturmanagerin Marion Klement betreut Gleißl das Projekt federführend – neben ihren weiteren Aufgaben im Rathaus. Die Texte für das Portal schreiben mehrere Blogger, die nicht aus den Reihen der Stadtverwaltung kommen. Der „Blick von außen“ sei wichtig für den Stil der Plattform. „Daher freuen wir uns auch, wenn uns Wolfratshauser mit Erzählungen oder Anekdoten versorgen“, betont die Blog-Chefin. Vor Kurzem gab es beispielsweise eine Serie, in der ein Engländer, der in die Flößerstadt gezogen ist, über seine erste Zeit berichtete. „Wir versuchen, mit geringem Budget maximale Wirkung zu erzielen“, sagt Gleißl. Das funktioniert: Etwa 1500 Leser verzeichnet der Blog im Monat – Tendenz steigend. Im ersten Moment mag das wenig erscheinen, aber die Betreiberinnen sind damit zufrieden. „Wir sind ein Nischenblog“, sagt Mader. „Aber wir stecken viel Herzblut hinein. Deshalb freuen wir uns auch über die bislang durchweg positiven Rückmeldungen.“

Auf anderen Online-Kanäle wie Instagram, Twitter und Youtube ist die Stadt ebenfalls vertreten. Allerdings „nur am Rande“, schränkt Mader ein. Für eine Kommune in der Größenordnung und dem Touristenaufkommen von Wolfratshausen sei die Loisachstadt „sehr gut aufgestellt“. Die Aktivität im Netz zahlt sich aus. Der Hashtag „Wir sind WOR“ hat sich im Laufe der vier Jahre zum Markenzeichen der Stadt entwickelt. „Es gibt mittlerweile schon Sportvereine, die das Logo auf ihren Shirts tragen. Auf Käppis haben wir es auch schon gesehen“, erzählen die beiden Frauen. Es sei „schön zu sehen, dass immer mehr Wolfratshauser das Wir-Gefühl leben, das der Blog vermitteln möchte“.

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