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Amtsgericht 

Glatteisunfall hat Folgen für Jugendlichen

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Der 20-Jährige hätte besser dazu stehen sollen: Nun musste er wegen Unfallflucht vor das Amtsgericht in Wolfratshausen.

Wolfratshausen Nachts um drei kam ein Autofahrer mit seinem Audi auf glatter Straße von der Fahrbahn ab, rammte drei Begrenzungspfosten, riss 20 Meter Weidezaun mit – und verschwand von der Bildfläche, ohne die Polizei zu informieren. Nun musste sich der Fahrer, ein 20 Jahre junger Wolfratshauser, wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort vor dem Jugendrichter verantworten. „Mein Handyakku war leer und ich hatte 18.000 Euro Schaden am Auto. Da habe ich als letztes dran gedacht, die Polizei anzurufen“, entschuldigte der Angeklagte sein Fehlverhalten nach dem Unfall, der sich am 8. Januar auf einer Landstraße im Gemeindegebiet von Dietramszell ereignet hatte. Danach sei er zuerst zu dem Bauern gefahren, dessen Zaun er beschädigt hatte. Erst zwei Tage später hatte der junge Mann den Unfall bei der Geretsrieder Polizei gemeldet.

„Das ist ein bisschen spät“, monierte Jugendrichter Urs Wäckerlin angesichts des entstandenen Schadens. Der Staatsanwalt äußerte Mitgefühl für den Angeklagten. „Es ist nachvollziehbar, dass man nicht sofort die Polizei ruft, wenn man gerade sein Auto geschrottet hat“, sagte der Anklagevertreter und ließ durchblicken, dass er sich einer Einstellung des Verfahrens nicht verschließe. Richter Wäckerlin folgte der Anregung, allerdings mit Auflagen: Bevor der Fall ohne Urteil zu den Akten gelegt wird, muss der Wolfratshauser jeweils 600 Euro an die Brücke Oberland sowie für den vom Landratsamt angebotenen Sozialen Trainingskurs zahlen.

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