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Fröhliche Radler in den Dolomiten: (v. li.) Stojko Lazic (Wolfratshausen), Harald Schröter (Geretsried), Andrew Graham (Chieming), Alex Pfaus (München) und Dietmar Kattan (München), die als Mitglieder des Teams GS di Monaco Fünfte in der Mannschaftswertung wurden.

Radsport

Das Glück, sich schinden zu dürfen

Wolfratshausen - Zahlreiche Landkreis-Sportler starteten beim Maratona dles Dolomites. Die Mannschaft Liberalitas Bavarica gewann die Teamwertung

Der Maratona dles Dolomites gilt als eines der beliebtesten Radrennen des Jahres. Knapp 9000 begeisterte Radsportler aus 65 Nationen, die das Glück hatten, aus den rund 33 000 Anmeldungen ausgelost zu werden, gingen um 6.30 Uhr in La Villa (Alta Badia) an den Start. Die traumhaft schöne Landschaft mit den für den Autoverkehr gesperrten Gebirgspässen der Dolomiten – Campolongo, Pordoi, Sella, Gardena, Giau, Falzarego, Valparola – bildeten die Kulisse.

Die Strecken entsprachen jenen der Vorjahre: Je nach Kondition, Ausdauer und Tagesform geht es über 55 Kilometer mit 1780 Metern Höhenunterschied für die Sellaronda, 106 Kilometer für die mittlere Strecke mit 3130 Höhenmetern und zweimal dem Campolongo sowie dem Falzarego. Die 138-Kilometer-Variante hält 4230 Höhenmeter und als Zuckerl den Giau-Pass bereit. Alle hatten Corvara als Ziel, wobei die Sportler auf den beiden längeren Distanzen noch als Dreingabe die Mür dl Giat (Katzenmauer), einen 19-prozentigen Anstieg einige Kilometer vor dem Ziel, zu bezwingen hatten.

Gut geschlagen auf den Strecken bei Sonnenschein und Bewölkung haben sich zahlreiche Athleten aus der Region Wolfratshausen. Harald Schröter zum Beispiel. „Es war wieder traumhaft, in dieser herrlichen Dolomitenkulisse trotz der Anstrengung Rad zu fahren“, schwärmte der Geretsrieder, der 5:50.14,1 Stunden für die 106-Kilometer-Variante benötigt hatte. Das bedeutete für den 48-Jährigen Rang 213 in der Klasse M 5 und 933 im Gesamtklassement. Das Wetter habe gut gepasst, so Schröter, „trotzdem war ich langsamer als in den Vorjahren. Meine Frau, die schon ein paar Mal mitgefahren ist, hat unser drittes Kind bekommen und war deshalb diesmal nicht dabei. Und mir fehlten die Trainingskilometer, schließlich geht die Familie vor.“

Stark fuhr Stojko Lazic. Der Wolfratshauser (Jahrgang 1969) benötigte für die 106 Kilometer 4:53.02,5 Stunden. Das bedeutete in der Klasse M 5 Platz 70 und in der Gesamtwertung Rang 300. Im selben Team – GS di Monaco – radelte ebenfalls Jürgen Görlich. Der 44-Jährige Wolfratshauser wagte sich über die längste Distanz, benötigte dafür 8:01.03,5 Stunden und wurde 541. (M 4) beziehungsweise 2954. (Gesamt.) Für seinen fünften Platz kam das Team GS in eine Verlosung für ein Rennrad – und gewann.

Für das Team Liberalitas Bavarica fuhren zahlreiche weitere Radsportler aus dem Landkreis. Anette Arnecke (Wolfratshausen, 1964, 138 km) wurde in der Klasse F 2 in 8:17.14,1 Stunden 78. (Gesamt 161.). Roland Botzenhard (Wolfratshausen, 1973, 138 km) fuhr in seiner Altersklasse M 4 in 6:50.53,0 Stunden auf Rang 256 (Gesamt 1326.). Die Mannschaft, die die Teamwertung gewann, wurde komplettiert von Rudolf Kaiser (Wolfratshausen, 1969, 138 km, 7:08.12,3 Stunden, Klasse M 5: 393., Gesamt: 1729.), Roman Klemm (Wolfratshausen, 1975, 106 km, 5:13.49,4 Stunden, Klasse M 4: 75., Gesamt: 494.), Frank Ludwig (Dietramszell, 1964, 138 km 8:05.07,6 Stunden, Klasse M 6 582., Gesamt: 3035.) und Ira Ludwig (Dietramszell, 1977, 138 km, 8:19.20,7 Stunden, Klasse F 1: 77., Gesamt: 163.). 

red

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