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Gott und die Welt 

Weihnachten: Schenken leicht gemacht

In der Serie „Gott und die Welt“ schreibt diesmal Sabine Grasberger, katholische Jugendpflegerin im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, über das Schenken.

„In nicht mal einem Monat ist Weihnachten.“ Ständig höre ich diesen oder ähnliche Sätze im Radio, von Freunden oder beim Small Talk mit den Nachbarn. Was wollen mir die Leute, die Sätze damit sagen? Auf Nachfrage bekomme ich oft die Antwort: „Ich weiß noch gar nicht, was ich schenken soll.“ Das klingt für mich immer nach einer Aufforderung. Wer sagt mir denn, dass ich etwas schenken soll? Erwarten Freunde, Familie, Kollegen Geschenke von mir? Oder ist es mein eigener Anspruch, etwas möglichst Tolles zu Weihnachten zu verschenken. Und wenn ich so lange überlegen muss – haben die Leute nicht eh schon genug?

Am Nötigsten mangelt es den meisten von uns nicht. Aber Schenken macht Spaß und laut Studien sogar glücklich. Also – was schenken? Und wo bekomme ich es her? Bestellen im Internet? Große Versandhäuser unterstützen und den Post- und Paketboten eine „schöne Bescherung“ erleben lassen? Dann doch lieber der Einzelhandel. Aber in den Geschäften ist vor Weihnachten immer so viel los. Hier ein paar Ideen, wie Sie sich volle Fußgängerzonen sparen, aber trotzdem keine riesigen Versandhäuser im Internet unterstützen. Noch ist genug Zeit bis Weihnachten.

Selber basteln oder Zeit verschenken

Sabine Grasberger ist katholische Jugendpflegerin Bad Tölz-Wolfratshausen

Machen Sie die Geschenke doch einfach selbst – ohne volle Shopping-Malls, ohne Internet-Handel: Weihnachtskarten, Fotoalben, Kalender, Deko… Schenken Sie sinnvoll. Sie bestellen gerne ganz bequem, vom Sofa aus, im Internet? Dann schauen Sie doch mal auf der Homepage einer großen Paten- schaftsorganisation wie „Plan“, „World Vision“ oder „Unicef“ vorbei. Hier können Sie komfortabel auch ohne laufende Patenschaft, Ziegen, Trinkwasserfilter, Solarlampen, Schulbücher und noch vieles andere mehr an Menschen in armen Regionen der Welt verschenken. Und Sie bekommen eine Urkunde über das Geschenk, die Sie einem Familienmitglied oder einem Freund/einer Freundin ausstellen können.

Verschenken Sie Zeit. Zum Beispiel ein Buch – zusammen mit einem Gutschein zum Vorlesen, einen Häkelkurs (mit Ihnen als Kursleiterin/als Kursleiter), gemeinsames Kochen oder einen gemeinsamen Ausflug. Oder verschenken Sie nur eine süße Kleinigkeit: auf ans Plätzchen backen! Oder die Zeit sparende Version: Schokolade. Die gibt’s übrigens auch fair gehandelt. Egal, wofür Sie sich entscheiden, vergessen Sie nicht, noch einmal darüber nachzudenken, worum es an Weihnachten eigentlich geht. Und dann ist Schenken ganz leicht.

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