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Diese Folge der Reihe „Gott und die Welt“ dreht sich um das Thema Verantwortung. 

Gott und die Welt 

Weil es nicht von selbst passiert: Verantwortung übernehmen 

Einfach mal anfangen: In dieser Folge der Reihe „Gott und die Welt“ macht sich Sabine Grasberger Gedanken zum Thema Verantwortung. 

Bad Tölz-Wolfratshausen – Es ist bald Ende März, und der Winter ist noch nicht vorbei. Immer wieder schneit es, nachdem einige warme Tage schon einen Vorgeschmack auf den Frühling gegeben haben. Wer nicht gerade zu den ambitionierten Wintersportlern gehört, denkt sich vielleicht das ein oder andere Mal in diesen Tagen: „Gott sei Dank wird’s bald richtig Frühling.“

Der Schnee schmilzt, die Blumen fangen an zu blühen, die Vögel zwitschern, es wird wärmer, wir können spazieren gehen, in der Sonne sitzen und an manchen Tagen schon Eis essen. Bei dieser Vorstellung bekomme ich gleich Lust auf den Frühling. Er macht uns nach vielen grauen Wintertagen die Schönheit der Schöpfung wieder bewusst, und wir können sie bei angenehm warmen Temperaturen an der frischen Luft genießen.

Vielleicht nehmen wir alles auch ohne große Gemütsregung hin, weil es schon immer so war. Gut möglich. Wenn wir aber nicht aufpassen, wird es nicht immer so bleiben. Wir müssen, was wir manchmal vergessen, auch Verantwortung übernehmen für diese unsere Schöpfung. Dies fällt uns manchmal schwer, und bald drängen sich Gedanken auf wie „Warum soll ausgerechnet ich anfangen?“ oder „Das ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“

„Gott sei Dank wird‘s bald richtig Frühling“

Sabine Grasberger: Katholische Jugendpflegerin Bad Tölz-Wolfratshausen

Schieben wir diese Gedanken mal beiseite und fangen einfach an. Es macht vielleicht keinen großen Unterschied, wenn Sie alleine mit dem Fahrrad statt mit dem Auto in die Arbeit fahren. Aber probieren Sie es einfach mal aus. Übernehmen Sie Verantwortung für unsere Schöpfung und motivieren Sie auch Ihre Nachbarn, Ihre Kollegen oder Ihre Familie, mehr Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen – und dabei das schöne Wetter zu genießen. Die Heizung abzudrehen, wenn die Fenster offen sind, um die frische Frühlingsluft hereinzulassen. Oder den Computer auszuschalten, wenn er längere Zeit nicht benutzt wird. Setzen Sie sich gemeinsame Ziele, oder machen Sie einen Wettbewerb daraus, zum Beispiel, wer mehr Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegt – was auch gleich fit macht für den Sommerurlaub.

Wenn wir alle Verantwortung übernehmen und nicht darauf warten, dass von selbst etwas passiert, können wir etwas für unsere Umwelt tun und den Klimawandel, wenn auch nur ein klein wenig, begrenzen. Viele kleine Tropfen ergeben auch ein volles Wasserfass. Und auch in vielen Jahren können die Menschen dann noch sagen: „Gott sei Dank wird’s bald richtig Frühling.“

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