Die Grippewelle erwischt hat auch viele Mitarbeiter der Kreisklinik.
+
Die Grippewelle erwischt hat auch viele Mitarbeiter der Kreisklinik.

„Wir haben Probleme“

Grippewelle erreicht Kreisklinik - das sind die gravierenden Folgen

  • Carl-Christian Eick
    VonCarl-Christian Eick
    schließen

Die Grippe macht auch vor den Mitarbeitern der Kreisklinik Wolfratshausen keinen Halt. Das bekommen auch die Patienten zu spüren.

WolfratshausenIn Bayern grassiert eine Grippewelle. Allein in der vergangenen Woche verzeichnete das Berliner Robert-Koch-Institut in Bayern mehr als 8500 neue Influenza-Fälle. Die tatsächliche Zahl der Patienten dürfte wesentlich höher sein. Konsequenzen hat die umsichgreifende Grippe nun auch für die Kreisklinik Wolfratshausen: „Wir müssen sukzessive Betten abbauen“, sagt Geschäftsführer Hubertus Hollmann auf Nachfrage. Der Grund: Von den 320 Klinikmitarbeitern liegen zahlreiche selbst im Krankenbett.

„Morgen für Morgen müssen wir hier eine Bestandsaufnahme des Personals vornehmen“, berichtet Hollmann. Jeder tue sein Bestes, um die Lücken zu füllen. Zum Glück laufe der Betrieb in den Operationssälen und auf der Intensivstation reibungslos. „Noch“, schränkt der Geschäftsführer ein und klopft auf Holz: „Toi, toi, toi.“ Soweit es möglich sei, werde man „proaktiv“ tätig, erklärt Hollmann. Doch es liegt in der Natur der Sache, dass kein Mitarbeiter vorhersagen kann, ob ihn die Grippe erwischt oder nicht.

„Wir haben Probleme“, räumt Hollmann ein. Aber einen offiziellen Aufnahmestopp für Patienten – der aktuell für einige Krankenhäuser im Raum München gilt – gibt es nicht. Notfallpatienten würden selbstverständlich in der Kreisklinik versorgt, betont Hollmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch wer nicht akut krank sei, solle sich derzeit am besten von seinem Hausarzt ambulant behandeln lassen.

Die gute Nachricht: Die Experten des Robert-Koch-Instituts gehen davon aus, dass die Zahl der Neuerkrankungen in Kürze zurückgeht. Als Frühindikator dient die Zahl der Kinder bis zum vierten Lebensjahr, die von einem Arzt im Freistaat behandelt werden. Die Zahl nehme ab. Zudem endet eine Grippewelle erfahrungsgemäß nach drei bis vier Monaten. Dieser Zeitpunkt ist laut Robert-Koch-Institut gekommen. 

cce

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare