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Zum Gedankenaustausch traf sich die Grüne Jugend am Donnerstagabend in der Wolfratshauser Flößerei. Zentrales Thema war der soziale Wohnungsbau. (Klick für großes Bild)

Stand auf der Iloga-Messe geplant

Grüne Jugend spricht sich für Sozialen Wohnungsbau aus

Wolfratshausen - Die Grüne Jugend des Landkreises spricht sich für den Sozialen Wohnungsbau aus. Außerdem will die recht neue Truppe einiges mehr auf die Beine stellen.

Die im vergangenen Sommer gegründete Grüne Jugend (GJ) im Landkreis hat sich für heuer einiges vorgenommen. Über die Projekte 2016 diskutierten zwölf der aktuell 25 Mitglieder am Donnerstagabend in der Flößerei. Laut Simon Walter (ehemals Fichtner), einem der drei GJ-Sprecher, bekommt die Jugendorganisation einen Informationsstand auf der Iloga vom 22. bis 24. April in der Loisachhalle gratis zur Verfügung gestellt. Am Samstag und Sonntag wollen die Jugendlichen dort schwerpunktmäßig über das Thema sozialer Wohnungsbau aufklären. „Wir werden klare Forderungen für mehr bezahlbare Wohnungen im Landkreis stellen“, kündigt Walter an.

Auf der Iloga will sich die Grüne Jugend präsentieren

Auf der Iloga will der zweite Sprecher Jakob Koch auf den schlechten öffentlichen Personennahverkehr im Kreis hinweisen. „Ich wohne in Beuerberg. Man kommt abends nur mit dem Auto nach Wolfratshausen und zurück. Auch tagsüber hat man nicht das Gefühl, angebunden zu sein“, sagt der 17-Jährige. Er kritisiert, dass es zu viele unterschiedliche Anbieter wie RVO, MVV, BOB und Deutsche Bahn gibt, deren Fahrpläne und Ticketsysteme nicht aufeinander abgestimmt seien. So lange der Nahverkehr nicht attraktiver werde, plädiert Koch für das Carsharing.

Lena Gneist, Mitglied im Grünen-Ortsverband Geretsried, schlug vor, auf beide Anliegen durch eine Aktion oder einen Stand bei den Mobilitätstagen der Stadt Geretsried am 16. und 17. April aufmerksam zu machen. Außer zum sozialen Wohnungsbau und zum Verkehr plant die Grüne Jugend Arbeitsgruppen zum Tierschutz unter Federführung der dritten Sprecherin Estelle Burger und Beisitzerin Elena Zendler sowie zur Freigabe von Cannabis.

Vortrag über weltweite Fluchtursachen geplant

Ein Vortrag ist über die weltweiten Fluchtursachen geplant. Simon Walter sagte, er könne sehr gut verstehen, dass die Menschen aus Nordafrika nach Europa auswanderten, einfach weil die wirtschaftlichen Verhältnisse in vielen Ländern des schwarzen Kontinents so schlecht seien. Die „globale Ungerechtigkeit“ müsse aufgezeigt werden.

Als Konkurrenzorganisation zur Jungen Union, zu den Jungsozialisten (Jusos) und den Jungen Liberalen (Julis) im Landkreis sieht sich die Grüne Jugend nicht. „Wir haben sicher unterschiedliche Ansätze. Es gibt aber auf regionaler Ebene auch viele Ziele, die wir gemeinsam verfolgen“, sagte Walter. Die GJ lädt die anderen Jugendorganisationen deshalb zum Austausch ein. „Da gibt es doch einiges an Projekten“, meinte Jakob Koch am Ende der Versammlung zufrieden.

Um Flyer, Banner und Plakate zu finanzieren, hofft die Jugend auf die Unterstützung des Grünen-Kreisverbands und auf Spenden.

von Tanja Lühr

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