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Bei der jetzt beschlossenen Variante wird zuerst Gebäude D auf dem Areal des alten Forstamts gebaut. Dann zieht die Offene Ganzstagsschule aus Gebäude A nach D und macht so dort Räume frei. Dadurch kann dann mit der Erweiterung des Fachtrakts (B) begonnnen werden. D ersetzt das Hausmeistergebäude (C). Dort gäbe es künftig zussätzliche Erweiterungsmöglichkeiten.

Kreisrat fällen Entscheidung für Wolfratshauser Realschule

Grundsatzentscheidung für Wolfratshauser Realschule steht: Erst wird gebaut, dann saniert und erweitert

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Die weiteren Pläne für die Wolfratshauser Realschule stehen. Der Kreis-Schulausschluss hat beschlossen: Erst wird gebaut, dann saniert und erweitert. Ungewiss ist bisher, was das Ganze kosten soll. 

Bad Tölz/Wolfratshausen – Die Wolfratshauser Realschule ist in die Jahre gekommen. Bereits im November hatte sich der Kreis-Bau- und -Schulausschuss mit der Teilgeneralsanierung und der Aufstockung des Fachraumtrakts befasst. In seiner Sitzung am Dienstag fällten die Kreisräte nun eine Grundsatzentscheidung, welche Variante umgesetzt werden soll.

25 bis 29 Klassen – mit der Option auf Erweiterung auf 35 Klassen – soll die Realschule nach Abschluss der Arbeiten bieten. Festgelegt werden musste am Dienstag, ob der Landkreis ein Interimsgebäude erstellt oder gleich richtig baut. „Welche Bauabschnitte wollen wir wann verwirklichen“, das sei die Frage, die nun entschieden werden müsse, fasste Vize-Landrat Thomas Holz (CSU), der die Sitzung leitete, zusammen.

Bei Variante eins errichtet der Kreis ein neues, massiv gebautes Gebäude samt Tiefgarage auf dem ehemaligen Forstamtsgrundstück. Im Erdgeschoss entstehen Klassenräume, in den beiden oberen Stockwerken Wohnungen. Die ersetzen unter anderem das jetzige Hausmeistergebäude, was wiederum Erweiterungsoptionen für die Zukunft bringen würde. Wer denn sonst noch in die Wohnung einziehen solle, wollte Klaus Heilinglechner (FW) wissen. „Weil so viele Hausmeister wie da Wohnungen entstehen, haben wir ja gar nicht“, so der Wolfratshauser Bürgermeister. Darüber würden gerade Gespräche geführt, antwortete Hauptamtsleiter René Beysel. Im Raum stehe der Wunsch nach einer „schulischen Nutzung“ des Gebäudes. Wie weit die zu fassen ist, werde sich zeigen. Gespräche tun Not, denn das ehemalige Forstamtsgrundstück gehört dem Kreis nicht, sondern immer noch dem Freistaat. Kurioserweise verfügt der Kreis aber bereits über eine Baugenehmigung. Ursprünglich sollte auf dem Areal nämlich eine Flüchtlingsunterkunft entstehen.

Die Genehmigung könnte nun aber für das Gebäude genutzt werden. Ist dieses fertig, könnte die Offene Ganztagsschule (OGS) dort einziehen. „So bekommt man Räume im Bestand frei“, erläuterte Beysel. Direkt danach könnte der Kreis mit der Teilgeneralsanierung und Aufstockung des Fachklassentrakts starten. 2022 wäre das frühestens der Fall, weil bei dieser Variante erst der Neubau auf dem alten Forstamtsgrundstück fertig sein muss.

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Bereits 2020 könnte die Sanierung bei Variante zwei starten. Hier müssten erst einmal Container aufgestellt werden. Dort könnte allerdings die OGS sofort einziehen. Dann starten Sanierung und Aufstockung. Ist beides abgeschlossen, verschwinden die Container und der Neubau auf dem Forstamts-Areal wird in Angriff genommen.

Die zweite Variante erschien dem Ausschuss nicht sinnvoll. „Wir können bis 2022 warten“, befand Nikolaus Trischberger (CSU). Das sahen die anderen Kreisräte genauso. Sie votierten einstimmig für Variante eins. Noch nicht klar ist allerdings, was das Ganze kostet. Eine Kostenschätzung soll im Januar vorliegen.  

va

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