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Hart umkämpft war das Spitzenspiel um die Tabellenführung in der Bezirksklasse Mitte. Am Ende hatten die HSG-Handballer um Sebastian Raviol (li.) mit 23:22 die Nase vor den Partenkirchner Gastgebern vorne. 

Handball

„Gut genug für die Bezirksliga“

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Wolfratshausen - HSG-Teamsprecher Sebastian Raviol über den Sieg in Partenkirchen und unsportliche Szenen.

Den Sprung heraus aus den Niederungen des Handballsports wollen die Männer der HSG Isar-Loisach in dieser Saison unbedingt schaffen. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung hat das Team II am Samstag mit einem 23:22-Sieg beim Verfolger Partenkirchen gemacht (siehe Bericht rechts). Sportredakteur Thomas Wenzel sprach mit Sebastian Raviol, 25-jähriger Teamsprecher und Rückraumspieler, über das Spitzenspiel in der Bezirksklasse Mitte.

-Herr Raviol, haben Sie schon einmal so ein emotionales Match erlebt? Immerhin fiel der Siegtreffer für die HSG erst wenige Sekunden vor Schluss.

Ich selbst habe in meiner Handballkarriere früher in Karlsruhe solche Partien schon erlebt. Immerhin haben wir damals drei Jahre lang um den Aufstieg mitgespielt, aber auch vier Jahre gegen den Abstieg (lacht). Für die HSG-Männer war es jedoch eine neue Erfahrung, und es war toll, wie die Mannschaft das gemeistert hat.

-Wie fällt Ihre Spielanalyse aus?

Wir haben in der ersten Halbzeit die beste Leistung in dieser Saison abgeliefert. Aber nach dem Seitenwechsel sind die Partenkirchner Tor um Tor herangekommen. Die standen in dieser Phase wahnsinnig gut in der Abwehr. Da haben wir 13 Minuten lang nichts reingebracht.

-Unmittelbar nach dem Schlusspfiff ist es auf dem Feld zu Rangeleien gekommen, an denen Spieler und Zuschauer beteiligt waren. Warum?

Eigentlich hatte sich da gar nichts angebahnt. Im Spiel ging es zwar zur Sache, aber alles im fairen Rahmen. Als unser Sieg feststand, hat ein HSG-Spieler die Partenkirchner provoziert und ein anderer den Schiri angeschnauzt – dann ist die Sache eskaliert. Ich kann das schon nachvollziehen, dass die Jungs mit dem Schlusspfiff nicht alle Emotionen per Knopfdruck abschalten können. Aber trotzdem darf das nicht passieren. Immerhin haben es die beiden Spieler, die dafür vom Schiedsrichter die Blaue beziehungsweise Rote Karte bekommen haben, auch eingesehen.

-Ist damit der Aufstieg schon sicher?

Das kann man noch nicht sagen – dafür hätten wir höher gewinnen müssen. Vorausgesetzt, die beiden führenden Vereine halten sich weiterhin schadlos, gibt es ja noch ein Rückspiel. Und wenn zu diesem Zeitpunkt die Situation ausgeglichen ist, würde der direkte Vergleich zählen und die Partenkirchner müssten mit zwei Toren Vorsprung gewinnen.

-Wie wichtig wäre der Aufstieg für die HSG?

Enorm wichtig. Wir haben im Herrenbereich jetzt einen sehr breiten Kader und deshalb auch zwei Mannschaften im Spielbetrieb. Auf jeden Fall wäre das Team gut genug für die Bezirksliga. Außerdem spielen ja unsere A-Junioren in der Bayernliga. Wenn die Jungs in den Herrenbereich kommen, wollen wir ihnen natürlich eine ordentliche Spielklasse bieten können.

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