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Umgebaut: In der ehemaligen Landwirtschaftsschule ist mittlerweile das Stadtarchiv untergebracht . 

Rechenschaftsbericht des Kämmerers

Gute Neuigkeiten bei den Finanzen

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Sowohl die Einkommens- als auch die Gewerbesteuer entwickeln sich besser als gedacht. Die Kommune profitiert vom regen Handel mit Grundstücken, Häusern und Wohnungen.

Wolfratshausen– Rund 50 (grüne) Seiten dick ist der Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung der Stadt 2016. In der jüngsten Ratssitzung machte Stadtkämmerer Roland Zürnstein die Eckdaten öffentlich – und hatte einige gute Nachrichten: Der Anteil an der Einkommensteuer, die der Kommune gehört, fiel laut Zürnstein im vergangenen Jahr um 662 000 Euro höher aus als Anfang 2016 prognostiziert – gut 12,7 Millionen Euro kamen unterm Strich zusammen. Aus Sicht des Rathauses ist zudem erfreulich, dass der rückläufige Trend in puncto Gewerbesteuereinnahme offensichtlich vorbei ist. Mit rund 7,9 Millionen Euro hatte Zürnstein gerechnet, 9,7 Millionen wurden 2016 auf die Konten der Stadt überwiesen. Das Gewerbesteueraufkommen sei „außerordentlich tragkräftig“, bilanzierte der Kämmerer. Positiv waren laut Zürnstein auch die Einnahmen durch die Grundsteuer A und B (plus rund 40 000 Euro) sowie durch die Umsatzsteuer (plus rund 36 000 Euro).

Auch in den kommenden Jahren schaut es gut aus

Ein „erneut überproportionales Mehraufkommen“ stellte der Kämmerer im vergangenen Jahr bei den Einzahlungen aus der Grunderwerbsteuer fest. Durch den regen Handel mit Grundstücken, Häusern, Wohnungen und Pkw-Stellflächen in der Flößerstadt wurden gut 585 000 Euro ins Stadtsäckel gespült – fast 271 000 Euro mehr als im Jahr 2015. Zum Plus beigetragen hat laut Zürnstein jedoch insbesondere der Verkauf größerer Flächen in den Wolfratshauser Gewerbegebieten. „Das hohe Ergebnis kann demnach nicht auf die kommenden Haushaltsjahre übertragen werden“, betonte der Stadtkämmerer.

Die Kommune steht aktuell mit 13 389 524 Euro in der Kreide (2015: 14 297 825 Euro). Nicht berücksichtigt ist in diesem Zusammenhang das Minus der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (StäWo), die eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Wolfratshausen ist. Die StäWo macht ihre Bilanz nicht öffentlich – 2014 sprach der Fraktionsvorsitzende der Bürgervereinigung Wolfratshausen, Josef Praller, von rund 14 Millionen Euro Schulden. Statistisch betrachtet drücken jeden Wolfratshauser 734,20 Euro Schulden – von seinen eventuellen privaten Verbindlichkeiten einmal abgesehen. Zum Vergleich: Bayernweit beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung 715 Euro. 

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