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Das war’s: Die Bläserklasse unter der Leitung von Andreas Schobinger verabschiedete die 120 Absolventen der Wolfratshauser Realschule am Freitag musikalisch.

Mal Pause vom rasenden Zeitgeist machen

Gute Tipps zum Abschluss für die Wolfratshauser Realschüler

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Es ist geschafft. 120 Schülerinnen und Schüler der Realschule Wolfratshausen haben erfolgreich die „Verwandlung vom Kind in einen jungen Erwachsenen vollzogen.“

Wolfratshausen – Das stellte Erste Konrektorin Antonie Bálint-Meikis zu Beginn der Abschlussfeier am Freitag fest. Doch wenn die Schulzeit auch für viele der jungen Menschen, die sich mit ihren Eltern in der Turnhalle der Realschule versammelt hatten, nun zu Ende ist: Das Lernen höre nie auf.

Erfolg ohne schlechtes Gewissen genießen

Diese Empfehlung gaben nahezu alle Redner den Absolventen mit auf den Weg in ihren nächsten Lebensabschnitt. „Sie stehen jetzt an einem völlig neuen Punkt in ihrem Leben. Genießen sie ihren Erfolg ohne schlechtes Gewissen. Sämtliche Wege stehen ihnen offen“, sagte Dritter Bürgermeister Helmuth Holzheu. Aber: „Wer nicht bereit ist, ein Leben lang zu lernen, hat das Wichtigste nicht gelernt“, zitierte er den Schriftsteller Rainer Haak und legte den Schulabgängern ans Herz: „Bleiben sie offen und lernbereit, dann kann nichts schief gehen.“

Einen ähnlichen Tipp hatte Eurasburgs stellvertretender Bürgermeister Roland Grünwald parat: „Es ist nicht so, dass das Lernen ein Ende hat“, teilte er den Absolventen mit. „Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom. Wer aufhört, treibt zurück.“

Eigenes Tempo finden

Die Elternbeiratsvorsitzende Petra Hielscher ermunterte die jungen Frauen und Männer auf ihrem weiteren Weg ihr eigenes Tempo zu finden, sich nicht vom Druck „immer schneller, immer mehr reinstopfen“ leiten zu lassen, sondern auch mal Mut zur Langsamkeit zu haben. „Langsamkeit ist wieder in“, pflichtete Konrektorin Bálint-Meikis ihr bei. Google wolle demnächst in München Schülern und Lehrern Zugang zu Programmierungskursen ermöglichen. „Aber es sind andere Fähigkeiten wichtiger“, meinte die Schulleiterin. „Nämlich sich selbst programmieren, sich selbst einstellen. Das fängt bei der Kommunikation an“, konnte sich die Schulleiterin einen Seitenhieb auf die Smartphone-Verliebtheit der jungen Leute in den Reihen vor ihr nicht verkneifen.

Schullaufbahn wie eine Floßfahrt

Die Floßfahrt, mit der die Schülersprecher Nina Ittlinger und Nicolas Mehnert die zurückliegenden Jahre verglichen („manchmal war die Strömung zu stark, ein paar sind vom Floß gestürzt“), haben drei Mitfahrer besonders erfolgreich hinter sich gebracht. Als Beste ihres Jahrgangs wurden Laura Krka (Durchschnittsnote 1,17), Iman Mirvic (Note 1,27) und Johannes Schrafstetter (Note 1,33) sowie weitere sechs Schülerinnen und zwei Schüler mit einer Eins vor dem Komma besonders geehrt. „Die Realschule Wolfratshausen bringt schon etwas hervor“, stellte Antonie Bálint-Meikis zufrieden fest. „Ich wünsche euch, dass ihr als starke Menschen ins Leben hinausgeht, die ihren Stärken vertrauen, ihren Geist bewusst einsetzen und gut durchs Leben kommen.“

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