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Ausgezeichnet: (v. li.) Catherine Kemeny überreichte den Dörte-Sambraus-Preis an die QFS-Geschäftsführer Gregor Schmid, Dr. Martina Schmid und Karlheinz Kellerer. Daneben Laudatorin Cornelia Irmer und die Geschäftsführerin der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe Wolfratshausen, Angelika Schmidbauer. 

Dörte-Sambraus-Preis

Gutes tun mit fünf Prozent

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Der 22. Dörte-Sambraus-Preis der Brochier-Kinderfonds-Stiftung geht dieses Jahr an die Geretsrieder Firma Quality First Software (QFS). Mit diesem Preis ausgezeichnet werden Privatpersonen, Firmen oder Organisationen, die sich auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendhilfe besonders engagieren.

Wolfratshausen – Catherine Kemeny, die Tochter von Dörte Sambraus, überreichte die Figur des kleinen, bronzenen „Gratulanten“ an die drei QFS-Geschäftsführer, Dr. Martina Schmid, Gregor Schmid und Karlheinz Kellerer, in einer Feierstunde im Krämmel-Forum.

Bevor die kleine Plastik zu ihren neuen Besitzern durfte, übernahmen die NouWell Cousines das Zepter. Mit witzigen Texten und Sprüchen machten es Maria, Maresa und Matthias Well sowie „Berlin-Import“ Alexander Maschke („Wir haben ihn da gefunden und uns seiner erbarmt – jetzt lernt er erst einmal richtig reden“) Laudatorin Cornelia Irmer eine Überleitung nicht leicht. „Kann mir mal jemand sagen“, fragte Geretsrieds Altbürgermeisterin unter großem Gelächter die rund 80 Gäste, „wie man jetzt noch eine ernsthafte Rede halten soll?“.

Es gelang ihr natürlich. „Fünf Prozent des jährliches Gewinns der Firma QFS gehen weltweit an soziale Projekte, wie beispielsweise die Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe“, begann Irmer mit der Begründung, warum der Softwarefirma aus Geretsried der Preis zusteht. „Allein die Firmenphilosophie, nicht das eigene Wohl in den Mittelpunkt zu stellen, sondern Qualität, sollte uns zum Nachdenken bringen.“ Mit Qualität meinte Irmer jedoch nicht nur die Leistung gegenüber dem Kunden, sondern auch Lebensqualität – „und das bezieht sich nicht nur auf die Mitarbeiter“. Die Laudatorin verdeutlichte am Beispiel von Dr. Martina Schmid, wie zudem privates soziales Engagement umgesetzt wird: „Sie engagierte sich bei Amnesty International, brachte sich bei der Flüchtlingshilfe ein und organisierte die erste landkreisweite Helferkonferenz. Und es ist für sie und ihren Mann Gregor selbstverständlich, einem Adoptiv- und einem Pflegekind ein Zuhause zu geben – nur, um ein paar Punkte zu nennen.“

Irmer hatte die Preisträgerin einmal nach ihrer Motivation gefragt – „es ist die Dankbarkeit,“ antwortete Schmid damals. Die Dankbarkeit für all das, was wir haben.“ Sie selbst betrachtet ihr Tun als normal: „„Wir haben uns in der Firma oft gefragt, warum wir diesen Preis bekommen sollen.“ Gregor Schmidt formulierte es so: „Wir haben die Chance, mit unserem Geld Gutes zu tun. Aber die eigentliche Arbeit machen andere. Dafür müssen wir eher Danke sagen.“

Irmer betonte, dass „Dankbarkeit und Engagement hochgradig ansteckend“ seien und wünschte, dass neben den QFS-Geschäftsführern und ihren Mitarbeitern „noch viele von diesem Virus angesteckt werden.“ Denn: „Dankbare Menschen“, zitierte Irmer August von Kotzebue, „sind wie fruchtbare Felder: Sie geben das Empfangene zehnfach zurück.“

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