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Modell einer Pflanzenzelle: Gebastelt haben es Lena Schneider (li.) und Michaela Bahle.

Gymnasium St. Matthias

„Modelle können sich schon sehen lassen“

Waldram – Bevor Schüler und Lehrer in die Weihnachtsferien starteten, präsentierte das P-Seminar Biologie des Gymnasiums St. Matthias seine Ergebnisse. Damit Vorträge, Objekte und Schautafeln nicht nur einem „Fachpublikum“ zur Verfügung stehen, durfte am Dienstag vor Weihnachten in der „Fensterstunde“ die ganze Schulfamilie in der Aula daran teilhaben.

„Im P-Seminar müssen die Ergebnisse am Ende nicht unbedingt absolut perfekt sein – aber unsere Schautafeln und Modelle können sich schon sehen lassen“, klang es selbstbewusst an. Unter der Anleitung von Lehrer-„Coach“ Hans Bobe entwickelten 13 Schülerinnen und Schüler in drei Gruppen „Anschauungsmaterialien für den Biologie-Unterricht“, so der offizielle Name des Projekt-Seminars.

Die erste Gruppe – vorgestellt von Michaela Bahle und Lena Schneider – bastelte aus ganz unterschiedlichen Baustoffen aus dem Baumarkt das Modell einer Pflanzenzelle. „Im Vergleich zum Fachhandel arbeiteten wir um zwei Drittel günstiger – allerdings war der Zeit- und Nervenaufwand enorm“, so Lena Schneider.

Kinga Nowara bastelte das Innenleben der Zelle und entwarf das Plakat, Julian Wüste-Rieback gestaltete die Powerpoint-Präsentation, Michi Bahle und Lisa Egold waren für die ‚Zellwände‘ zuständig. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und findet in die Biologie-Sammlung Eingang. „Die Arbeit am Detail machte Spaß, war aber sehr aufwändig und mühselig.“ Unterstützt wurden sie vom Sägewerk Harrer.

Moritz Schedler stellte für die zweite Gruppe die „Plastination eines Kalbshirns“ vor. „Inspiriert wurden wir natürlich durch die Körperwelten Gunther von Hagens“, so Schedler. Ein Modell eines Kalbshirns ist nicht am Markt zu haben, so dass die Motivation zu einer Plastination auf der Hand lag. Zusammen mit Lehrer-Coach Benjamin Ahr holte man sich bei der BIODUR Products GmbH sowie an der Uni München Rat (und Materialien), den Schädel lieferte die Metzgerei Geiger. Dann ging’s an die blutige Arbeit. Viele aufwändige Arbeitsschritte waren nötig, um dem Endprodukt nahe zu kommen. „In einigen Wochen wird es dann der Fall sein“, so der Moderator. Mit im Team: Nicole Harnisch, Florian Schwärzer und Dominik Odermatt.

Die dritte Gruppe entwickelte ein „Spiel der Synapsen“, das sich am Lehrplan und am Bio-Lehrbuch der 12. Klasse orientiert. „Die Anwendung des Spiels im Unterricht ist spannend und vielfältig“, so Moritz Jakobs, „und es macht Spaß und bildet enorm“, ergänzt Brandon Brus. Wie es sich für richtige Spiele-Entwickler gehört, ist das Spielbrett für 2-4 Spieler ausgelegt und kann mit den entsprechenden Spielkarten von Anfängern wie Fortgeschrittenen gespielt werden. ‚Mitspieler‘ im Team waren Maike Bartscht und Mirko Hacker.

Bis Mitte Januar sind die Exponate noch im Erdgeschoß der Schule zu bewundern.

kl

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