Ein Golfball
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Golfballgroße Hagelkörner schlugen am Abend des 21. Juni in Wolfratshausen ein. Die Beseitigung aller Schäden wird Monate dauern.

Sachstandsbericht im Bauausschuss

Hagel-Gewitter: Wolfratshausens Vize-Bürgermeister nennt voraussichtliche Schadenssumme

Das verheerende Hagel-Unwetter hat auch Konsequenzen für die Stadt Wolfratshausen. Der Schaden, so Vize-Bürgermeister Günther Eibl, geht in die Hunderttausende.

Wolfratshausen – Die Folgen des Hagelunwetters vom 21. Juni werden die Mitarbeiter des städtischen Referats Bauen & Liegenschaften und das dazugehörende Sachgebiet Gebäudemananagement noch Monate beschäftigen. Zu diesem Schluss kommt Vize-Bürgermeister Günther Eibl (CSU) in einer Bekanntgabe, die am Ende der Bauausschusssitzung am Mittwochabend veröffentlicht wurde. Demnach dauert die Überprüfung der Schäden an rund 30 städtischen Gebäuden immer noch an.

40 Lichtkuppeln auf Sporthalle zerstört

Schon am Tag nach dem Unwetter hatten drei Büromitarbeiter des Bauamtes zusammen mit den städtischen Hausmeistern das Abdichten von über 40 zerstörten Lichtkuppeln auf den Dächern der Dreifachturnhalle der Schule Waldram und des Kindergartens in Weidach übernommen. Allein auf dem Rückgebäude des Integrativen Kinderhortes an der Bahnhofstraße 14 und an der Grundschule am Hammerschmiedweg mussten rund 300 Dachplatten ersetzt werden.

In Kooperation mit den von der Bayerischen Versicherungskammer bestellten Gutachtern geht es weiterhin um die Ermittlung von Schadenshöhen und die Einholung von Kostenvoranschlägen für größere Maßnahmen. Sofern freie Kapazitäten bei Handwerkern beziehungsweise die derzeit herrschenden Materialengpässe dies zulassen, lassen sich laut Eibl derzeit zumindest kleinere Schäden beheben. Die Gesamtsumme der Schäden kann die Stadt noch nicht exakt beziffern, zumal abzuwarten bleibe, welche Kosten die Versicherungen für notwendige Instandsetzungen übernehmen. Dazu zählen beispielsweise die Dächer des Weidacher Bürgerhauses und der Littig-Villa, die Solaranlagen auf der Waldramer Grund- und Mittelschule sowie der Neubau der Kindertagesstätte an der Ludwig-Thoma-Straße. Die Stadt geht davon aus, dass die Schäden bei jedem einzelnen der genannten Gebäude im fünf- und sechsstelligen Bereich liegen, sodass mit etwa einer halben Millionen Euro zu rechnen sei.

„Noch nie dagewesener Ausmaß des Schadens“

Das ernüchternde Fazit: Das „noch nie dagewesene Ausmaß des Schadens“ erhöht das Arbeitspensum des Sachgebiets Gebäudemanagement enorm. Eibl: „Es ist leider davon auszugehen, dass es Monate dauern wird, sämtliche Reparaturarbeiten durchzuführen und die städtischen Gebäude wieder in einen gebäudetechnisch gesehen einwandfreien Zustand zu bringen.“  

Peter Herrmann

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