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Unterschiedliche Regelungen gibt es im Landkreis, was die Öffnung der Sporthallen betrifft: Während die Tölzer Handballer wieder üben dürfen, müssen sich die Geretsrieder Basketballer noch gedulden.

Lockerung der Regierung 

Die Hallen für Indoor-Sportler sind wieder geöffnet

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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  • Thomas Wenzel
    Thomas Wenzel
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Seit Montag dürfen Indoor-Sportler die Hallen wieder nutzen. Nur wie -  das macht vielen Vereinen Kopfzerbrechen. 

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Einzelsportler im Landkreis trainieren bereits seit einiger Zeit wieder, die Fußballer haben sich ebenfalls schon für die eine oder andere Einheit getroffen – der Sport in Bayern bewegt sich nach der Corona-Krise Schritt für Schritt weiter in Richtung Normalität. Nach der Öffnung der Freiluftsportanlagen hat die Staatsregierung ab diesen Montag, 22. Juni, auch für den Indoor-Betrieb grünes Licht gegeben. Allerdings gibt es neben den bekannten Hygiene- und Abstandsregeln weitere Auflagen: Die künftige Teilnehmerbegrenzung in Sporthallen ergibt sich aus den jeweiligen konkreten räumlichen Rahmenbedingungen wie Raumgröße und Belüftung.

In vielen Hallen werden zur Zeit Prüfungen geschrieben

Dies bestätigt Sabine Schmid. „Verschiedene Turnhallen des Landkreises sind derzeit ohnehin nicht verfügbar wegen Schulprüfungen, die dort stattfinden“, erklärt die Pressesprecherin im Tölzer Landratsamt auf Anfrage. Betroffen seien in diesem Fall bis etwa Mitte Juli in Bad Tölz die Hallen des Gymnasiums und der Realschule sowie die Realschulhalle in Wolfratshausen. Die Halle des Gymnasiums Icking werde derzeit saniert. Zudem müsse man erst intern klären, wie man die Einhaltung der Hygiene-Vorschriften gewährleisten können. „Wer ist beispielsweise für die Hallen-Reinigung nach der Nutzung verantwortlich?“ fragt Schmid.

Für den Vereinssport wieder freigegeben wurden Anfang der Woche die Gebäude der Stadt Wolfratshausen. Allerdings gibt es einige Auflagen. „Die Vereine müssen uns vor Trainingsbeginn mitteilen, ob und zu welchen Zeiten sie trainieren möchten oder nicht“, erklärt Susanne Leonhard. Nach Angaben der Bauamtsleiterin wurden die Klubs darauf hingewiesen, dass jede Gruppe nur maximal 60 Minuten trainieren darf, Umkleiden und Duschen derzeit nicht genützt werden dürfen, dass in den Eingangsbereichen und Gängen Mundschutz zu tragen ist und dass die Auflagen aus der aktuell gültigen Infektionsschutzverordnung zwingend einzuhalten sind.

„Die Kontrolle darüber obliegt dabei den einzelnen Übungsleitern beziehungsweise den Vereinen“, betont Leonhard. So müssen die Trainer für jede Einheit eine Anwesenheitsliste mit Adressen und Telefonnummern der Beteiligten führen und diese – sofern ein Coronafall in der jeweiligen Gruppe auftritt – unverzüglich an die zuständige Behörde und die Stadt weiterleiten. Die Kommune habe zudem Hinweisschilder angebracht und stelle Seife und Einmalhandtücher zur Verfügung. „Die Desinfektionsmittel für Geräte und Toiletten besorgen die Vereine selbst.“

In Bad Tölz geht die Post wieder ab - mit Hygienekonzept

Wieder ihr Training aufnehmen können auch die Indoor-Aktiven in Bad Tölz. „Es sind alle städtischen Hallen geöffnet, also die an der Südschule, die kleine Halle an der Jahnstraße, auf der Flinthöhe im Sportpark und an der Lettenholzschule“, teilt Birte Otterbach auf Anfrage mit. Laut der Pressesprecherin im Rathaus gibt es zwei verschiedene Auflagen des Innenministeriums – zum einen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, zum anderen das Rahmenhygienekonzept „Sport“. Die Auflagen selbst seien in Zusammenarbeit mit den Klubs erstellt worden und auf die jeweilige Sportart ausgerichtet.

„Generell sind 1,5 Meter Abstand einzuhalten, die Gruppengröße ist abhängig von der Fläche der Halle. Bei den Sanitäranlagen sind lediglich die Toiletten geöffnet, bis zur Sportfläche sind Mund-Nasenschutz zu tragen“, zählt Birte Otterbach auf. Der Sport solle möglichst in festen Gruppen betrieben werden, damit sich die Kontaktketten nachvollziehen lassen. Für die Erfassung der Namen und Adressen sind die Vereine zuständig. Nach den Einheiten, die auf 60 Minuten begrenzt sind, müssen die Räume ausreichend belüftet werden. „Die Reinigung der Halle, Desinfektion von Sportgeräten und Türklinken obliegt den Vereinen.“

Lesen Sie auch: Wachsaison unter besonderen Vorzeichen

Auch in Lenggries hat es die Kommune den Vereinen ermöglicht, wieder dem Sport in der Halle nachzugehen. „Allerdings müssen sie sich an die Vorgaben der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung halten, die wir ausgehängt haben“, betont Tobias Riesch. Wie der Geschäftsleitende Beamte im Rathaus weiter mitteilt, dürfen Duschen und Umkleiden nicht benutzen werden. Es sei nur kontaktfreier Sport in Gruppen bis maximal 20 Leute erlaubt, zudem keine Zuschauer. Riesch: „Für die Einhaltung der Vorschriften sind die Vereine selbst verantwortlich.“

In Geretsried wartet man weitere Regelungen ab

Vor verschlossener Türe stehen vorerst die Indoor-Sportler in Geretsried. Betroffen sind die Hallen in Gelting, am Isardamm, an der Adalbert-Stifter-Straße und der Karl-Lederer-Schule. „Wir warten noch ab, welche neuen Regelungen von Seiten der Bayerischen Staatsregierung kommen“, erklärt Thomas Loibl. Während sich bisher nur maximal 20 Personen zum kontaktlosen Sport treffen durften, richtet sich die künftige Maßgabe für den Innenbereich nach der Größe des jeweiligen Gebäudes. Wie der Pressesprecher der Stadt ausführt, habe man entsprechende Hygiene- und Abstandskonzept bereits ausgearbeitet. Loibl: „Wir klären das dann für jeden Standort individuell ab, zum Beispiel auch, welche Lüftungsmöglichkeiten in den Hallen vorhanden sind.“

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