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Ob die Stadt Wolfratshausen die Betriebskosten für das gemeinsame Hallenbad in Geretsried mittragen will, entscheidet der Stadtrat am Dienstag. Vermutlich fällt die Entscheidung knapp aus. 

Interkommunales Hallenbad

Jetzt gehen die Rechenspiele los

Wolfratshausen - Die Entscheidung Pro oder Kontra interkommunales Hallenbad steht kurz bevor. Am Dienstag entscheidet der Wolfratshauser Stadtrat. Es wird wohl hauchdünn. 

Am Dienstag entscheidet der Wolfratshauser Stadtrat, ob er sich mit 105 000 Euro jährlich an den Betriebskosten für das interkommunale Hallenbad in Geretsried beteiligt. CSU-Fraktionssprecher Günther Eibl befürchtet ein Patt und damit ein Nein. Bei der jüngsten CSU-Bürgerrunde in der Flößerei verriet er, dass einschließlich ihm vier der acht Mitglieder der CSU-Fraktion für die Kostenbeteiligung seien. Auf Nachfrage sagte er, dass Peter Plößl, Claudia Drexl und Alfred Fraas mit im Boot seien. Drei CSU-Räte seien dagegen, einer sei „in seiner Meinung noch nicht gefestigt“.

Wird Benedikt Brustmann für die Entscheidung eingeflogen?

Ein Gegner ist laut Eibl der parteifreie Richard Kugler. Er werde bei der Sitzung jedoch urlaubsbedingt fehlen. Der unentschlossene Parteifreund wäre also das Zünglein an der Waage, sollten wie zu erwarten die SPD (5 Stimmen) und die Grünen (3 Stimmen) sowie die CSU mit vier Stimmen Ja sagen und die Bürgervereinigung (BVW, 9 Sitze) geschlossen ablehnen. Mit nur zwei Nein-Stimmen aus der CSU würde das Ergebnis 13:11 lauten. Bei einem 12:12 wäre der gemeinsame Antrag von SPD, Grünen sowie Günther Eibl und Alfred Fraas auf Kostenbeteiligung abgelehnt. Der CSU-Fraktionssprecher will auch erfahren haben, dass Sportreferent Benedikt Brustmann (BVW), ebenfalls im Urlaub, extra aus Kopenhagen einfliegen werde. Stadtrat Alfred Fraas kritisierte, dass bei der Bürgervereinigung offenbar ein Fraktionszwang herrsche: „Es ist ungut, dass hier Parteipolitik betrieben wird. Jeder hat doch seine Meinung.“

Die SPD ist vorsichtig optimistisch

Dass die SPD geschlossen für die Beteiligung stimmen wird, bestätigte Fritz Meixner. Die Sozialdemokraten hatten zeitgleich in die Flößerei eingeladen. Der Fraktionsführer äußerte sich vorsichtig optimistisch: „Ich bin zwar kein Prophet, aber ich glaube, dass wir eine Mehrheit finden.“ Ähnlich sieht es Fraktionskollege Manfred Menke: „Ich bin guter Dinge, dass die Vernunft siegt.“ Fritz Schnaller hofft, dass die anderen Räte nicht alleine dem Ruf der eigenen Partei folgen: „Das Hallenbad ist keine Parteifrage. Jeder Stadtrat steht selbst in der Verantwortung.“Tanja Lühr, Dominik Stallein

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