Michelle Deschle TuS Geretsried Badminton
+
Am ersten Oktober-Wochenende geht’s wieder um Punkte für Michelle Deschle und das Geretsrieder Badmintonteam. Doch der Verein muss Auflagen des Verbands und der Kommune erfüllen.

Im Handball, Volleyball und Badminton soll Anfang Oktober die Saison beginnen

Hallensportler stehen in den Startlöchern

  • Thomas Wenzel
    vonThomas Wenzel
    schließen

Mittlerweile hat die Bayerische Staatsregierung nicht nur für den Freiluftsport wie Fußball, sondern auch für die so genannten Indoor-Sportarten die Wiederaufnahme des Punktspielbetriebs genehmigt. Die Vereine im Landkreis sind momentan dabei, die Vorgaben von Verbänden und Kommunen umzusetzen.

  • Die HSG Isar-Loisach muss noch mit den Zuständigen für die Hallen in Wolfratshausen und Geretsried sprechen
  • Die VSG Isar-Loisach befürchtet, dass in dem engen Spielplan kein Platz für Ausweichtermine ist.
  • Die Badminton-Sparte des TuS bereitet sich auf den Start in der 2. Bundesliga Süd vor - mit Zuschauerbeteiligung.

Bad Tölz-Wolfratshausen – 31 Sportverbände hatten zuletzt von der bayerischen Staatsregierung Lockerungen der Corona-Maßnahmen gefordert; der Fußballverband hatte sich sogar von seinen Mitgliedsvereinen via Internetabstimmung grünes Licht für eine eventuelle Klage gegen die Politik eingeholt. Soweit ist es nicht gekommen: Ab 18. September dürfen im Freistaat die Amateursportler wieder auf die Jagd nach Toren und Punkten gehen. Zuerst die Fußballer mit einer maximaligen Zuschauerzahl von 400 im Freien und dann ab Oktober auch die Hallensportler, bei denen nach derzeitigem Stand der Dinge höchstens 200 Fans erlaubt sind.

Handballer warten auf BHV-Vorgaben

Für die Handballer der HSG Isar-Loisach startet die Saison laut Spielplan am 3. Oktober. Die Herren I sind in der Bezirksoberliga zuerst spielfrei, beginnen am Samstag, 10. Oktober, 18 Uhr mit einem Heimspiel gegen Kempten-Kottern. Bereits am 3. Oktober ist Anpfiff für die HSG-Frauen, die ebenfalls in der Bezirksoberliga starten. Sie treten um 15 Uhr in Unterpfaffenhofen an; das erste Heimspiel soll am Samstag, 10. Oktober, um 17.30 Uhr gegen Weßling stattfinden. Bei den Verantwortlichen ist man noch zurückhaltend. „Wir wissen erst seit Kurzem, dass Hallensport in Kürze wieder erlaubt sein wird“, sagt Dr. Peter Seemann. Nach Auskunft des HSG-Vorsitzenden sei man momentan dabei, die entsprechenden Planungen vorzunehmen. „Diese sind jedoch noch nicht abgeschlossen. So müssen wir auch noch mit den für die Sporthallen Zuständigen in Wolfratshausen und Geretsried sprechen“, teilte der Handball-Funktionär auf Anfrage mit.

Ebenfalls noch mitten in der Vorbereitung stecken die Tölzer Handballer, für die es am Sonntag, 4. Oktober losgehen soll: Die Frauen bestreiten ab 15 Uhr das Derby gegen den SC Gaißach, die Herren bekommen es um 18 Uhr mit Würm-Mitte II zu tun. „Wir haben ein Hygienekonzept für die Sporthalle an der Jahnstraße, müssen dieses jetzt mit den Vorgaben abstimmen, die wir vom Handballverband bekommen“, sagt TV-Abteilungsleiter Christopher Jochem. Er erwartet sich insbesondere Hinweise, wie man mit Schiedsrichtern, dem Kampfgericht und Zuschauern umzugehen habe. Dennoch zeigt sich Jochem optimistisch, „dass wir alles umsetzen können“.

Volleyballer sind vorbereitet

Christian Keiler ist zwar einigermaßen überrascht über das Ausmaß der verkündeten Lockerungen („Vielleicht sogar ein bisschen zu viel“), für den Spielbetrieb der Lenggrieser Volleyballerinnen sieht er jedoch kein Problem. „Wir haben von Beginn an ein Hygienekonzept erarbeitet und dies in der Halle strikt durchgezogen. Wir könnten jetzt jederzeit einen Spieltag durchführen“, sagt der TVL-Abteilungsleiter. Der Trainings- und Spielbetrieb sei in den vergangenen Monaten zweigleisig gelaufen – in der Halle und auf den Sandplätzen. „Wir haben in diesem Sommer so viele Nachwuchsturniere in Lenggries veranstaltet wie noch nie“, berichtig Keiler stolz. Für die Indoor-Saison hat der TVL neben etlichen Nachwuchs- auch zwei Frauenteams gemeldet. Die Frauen I schlagen daheim erstmals am 17. Oktober, auf. „Wenn Zuschauer wieder zugelassen sind, müssen wir natürlich schon noch ein paar Dinge abstimmen. Aber da warten wir auf die Vorgaben vom Verband“, erklärt der Spartenchef.

Weitgehend vorbereitet auf den Start in die neue Punktrunde sehen sich die Volleyballer aus Wolfratshausen und Geretsried. „Der Verband hatte ja die Weichen schon gestellt in Erwartung des offiziellen Beginns. Das hat sich halt jetzt ein bisschen nach hinten verlagert“, sagt Lukas von Stülpnagel. Nach Angaben des Sprechers der VSG Isar-Loisach seien lediglich einige für September angesetzte Spieltage auf Oktober verlegt worden. Nachdem in der Farcheter Mehrzweckhalle schon länger trainiert werden durfte, gab es vor Kurzem auch die Freigabe für die Geretsrieder Sporthalle an der Adalbert-Stifter-Straße. Allerdings sollten auch noch aktuelle Vorgaben des BVV eintreffen, die mit den örtlichen Regelungen abgestimmt werden müssen.

Gedanken macht sich von Stülpnagel jedoch über ganz andere Themen: „Was passiert mit einer Mannschaft, wenn sich plötzlich jemand krank meldet?“ Angenommen, ein Team muss deswegen pausieren, dann könnte es beispielsweise bei dem dicht gedrängten Spielplan eng werden mit eventuellen Ausweichterminen. Dennoch geht der Volleyball-Abteilungsleiter bis dato davon aus, dass die Herren I am 17. Oktober in Altötting starten und am 24. Oktober ihren ersten Heimspieltag absolvieren. Die VSG-Frauen, die in die Bezirksliga aufgerückt sind, feiern ihre Heimpremiere ebenfalls am 24. Oktober.

Badminton: 2. Liga mit Zuschauern

Auch bei den Geretsrieder Badminton-Cracks freut man sich, dass es wieder losgeht. „Wir waren mit unseren Vorbereitungen stets auf dem Laufenden, weil wir immer gehofft haben, dass alles glatt läuft“, sagt Sascha Gnalian. Nach Angaben des TuS-Teammanagers habe man ein Hygienekonzept für die betroffenen Sporthallen erarbeitet und sich dabei hauptsächlich auf Vorgaben des BLSV gestützt. „Wir hatten uns ein bisschen mehr Unterstützung von der Stadt erhofft“, räumt Gnalian ein.

Er ist jedoch optimistisch, dass die Geretsrieder nach ihrem direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga Süd am Samstag, 3. Oktober, mit einem Heimspiel gegen den TV Hofheim (15 Uhr) loslegen können. „Das bedeutet für uns natürlich einen Mehraufwand, denn wir müssen die Bestuhlung mit Abstand machen, Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen und klären, ob die Umkleiden und Duschen genutzt werden können“, zählt der TuS-Sprecher auf.

Ein Fragezeichen gibt es auch bezüglich der drei ausländischen Spieler im Team, die aus Malaysia, Irland und Tschechien kommen. Gnalian: „Da muss man noch abstimmen, was ihre Einreise, eventuelle Tests und die Spielgenehmigung betrifft.“

Lesen Sie auch: TuS-Badminton: Gegen Geld gibt’s graue Haare

Auch interessant

Kommentare