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Glücklich über die erfolgreiche Weltpremiere: (v. li.) Programmdirektor der Bozner Filmtage, Martin Kaufmann, Wolfratshausens Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller, Werbekreischefin Ingrid Schnaller, Hermann Paetzmann und Gabriele Rüth (Verein Flößerstraße), Filmemacher Walter Steffen und der Ickinger Impresario Wolfgang Ramadan.

Handwerk mit Gänsehaut-Potenzial

Flößerfilm „Fahr ma obi am Wasser“ feiert Weltpremiere

In seinen Dokumentarfilmen greif Walter Steffen aus Seeshaupt immer bedeutsame Themen auf. In „Fahrma obi am Wasser“ beleuchtet der Seeshaupter das Flößer-Handwerk auf Isar und Loisach. In Bozen feierte der Film nun Weltpremiere.

Wolfratshausen – Wie kommt ein Film über die bayerischen Flößer nach Südtirol? Der Seeshaupter Steffen durfte ihn über seine Kontakte zum Starnberger Fünf-Seen-Filmfestival im Rahmen der Internationalen Bozner Filmtage zeigen. Die Starnberger waren eingeladen worden, sich mit einer Arbeit zu präsentieren und hatten jene von Steffen gewählt. Der Film begeisterte auch im Süden. Die Kommentare der Zuschauer seien „durchweg positiv“ gewesen, sagt Gabriele Rüth, als Chefin des Vereins Flößerstraße und Teil einer Wolfratshauser und Starnberger Delegation selbst vor Ort. Ein Zuschauer habe ihr hinterher erzählt, „bei manchen Erzählungen eine richtige Gänsehaut“ bekommen zu haben. Und ein Gast habe den Regisseur begeistert gefragt, wie er „nur die originellen Animationen hinbekommen“ habe.

„Ein einmaliges Dokument über die Flößerei auf Isar und Loisach“

Steffen selbst freut sich riesig über das positive Feedback: „Es ist immer spannend, wenn ein neuer Film das Licht der Leinwand erblickt. In diesem Fall war es noch aufregender, diesen Film, der ja eigentlich für die Menschen im bayerischen Oberland gemacht ist, in Südtirol zu zeigen. Umso glücklicher bin ich über all die Menschen, die unseren Film über die Flößer so wunderbar fanden.“

Steffens neues Werk lässt das archaische Handwerk der Flößerei als wertvollen Transportweg und seine historische Bedeutung fürs ganze Oberland lebendig werden. Er ist spannend, informativ, spannt einen Bogen zur Gegenwart – und auch der Humor kommt nicht zu kurz. „Dieser Film ist ein einmaliges Dokument über die Flößerei auf Isar und Loisach“, sagt Rüth. Die Vereinsvorsitzende hatte das Projekt angeregt. Anlass waren die Anerkennung als deutsches immaterielles Kulturerbe der UNESCO und der Deutsche Flößertag in Wolfratshausen.

Die Deutschlandpremiere von „Fahr ma obi am Wasser“ findet im Rahmen des Dokumentarfilmfestivals am Mittwoch, 10. Mai, um 20 Uhr im Rio Filmpalast in München statt. Der offizielle Kinostart erfolgt einen Tag später. 

Kartenvorverkauf

Als Einstimmung auf die Deutschen Flößertage ab 18. Mai in Wolfratshausen wird der Film im Biergarten des Wirtshauses Flößerei gezeigt. Die Vorführungen sind am Freitag, 12., Samstag, 13., Sonntag, 14. und Mittwoch 17. Mai, jeweils um 20.30 Uhr. Ab sofort gibt es Karten à sieben Euro in Wolfratshausen im Wunschtraum, Johannisgasse 8, und in der Raritätenstube, Obermarkt 26. Wer Glück hat, kann Freitickets für eine Floßfahrt gewinnen. Die Eintrittskarte also gut aufheben, sie ist gleichzeitig das Los.

red

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