Österreich-Hammer: Kanzler Kurz gestürzt

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Seit November 2016 im Besitz der Stadt: Die ehemalige Happsche Apotheke am Untermarkt 13, gleich neben dem alten Isar-Kaufhaus-Komplex.

Bürgermeister stellt Zeitplan vor

Happsche Apotheke: Das hat die Stadt Wolfratshausen mit dem Gebäude vor

Ende 2016 kaufte die Stadt die ehemalige Happsche Apotheke in der Wolfratshauser Altstadt. Nun gibt‘s einen Zeitplan mit Blick auf die Nutzung.

Wolfratshausen– Wie die Stadt Wolfratshausen die ehemalige Happsche Apotheke am Untermarkt nutzen möchte, ist noch nicht klar. Ein Zeitplan für die Vorbereitungen einer Sanierung steht aber bereits. In der Weihnachtssitzung des Stadtrates stellte Bürgermeister Klaus Heilinglechner diesen vor.

Ab Januar soll eine Fachfirma das historische Gebäude inspizieren. Dazu gehört eine Untersuchung hinsichtlich einer eventuellen Schadstoffbelastung der Liegenschaft. Außerdem steht eine Absprache mit dem Denkmalamt an. „Dies geschieht hinsichtlich möglicher Fachbüros, die die Ladeneinrichtung sanieren könnten“, erklärte Heilinglechner. In der Nachbar-Immobilie des ehemaligen Isar-Kaufhauses befindet sich noch historisches Mobiliar der ehemaligen Apotheke. Ein Teil davon ist laut Expertisen vor dem Jahr 1800 angefertigt worden. Ab Mai oder Juni möchte die Kommune eine Firma damit beauftragen, eine Kostenschätzung für die beiden Maßnahmen – Gebäude- sowie Einrichtungssanierung – zu erstellen. Erst im Herbst 2019 dürften die Schätzungen dem Stadtrat vorliegen. „Parallel erfolgt die Suche nach Fördermöglichkeiten und -partnern“, erläuterte der Rathauschef. Wenn die Kostenschätzungen dem Stadtrat vorliegen, soll „das weitere Vorgehen besprochen werden“.

Das Haus mit der imposanten Wandmalerei hat eine lange Historie. Im Jahr 1899 hatte Dr. Josef Happ die Immobilie gekauft – nach ihm ist auch die schmale Seitengasse rechts neben dem Gebäude benannt. 1934 übergab der gebürtige Würzburger die Wolfratshauser Apotheke seinem Schwiegersohn Walter Happ. Der verstarb nur vier Jahre später. Seine Witwe Gertrud Happ war gezwungen, das Geschäft zu verpachten, bis ihre älteste Tochter Annemarie das Pharmaziestudium beendet hatte. Im Sommer 1956 übernahm sie die Leitung der väterlichen Apotheke. Im Jahr 2006 schloss sie das Geschäft.

Die Kommune hat die alte Happsche Apotheke – eine Bewohnerin hat lebenslanges Wohnrecht – Ende November 2016 gekauft. Seither gab es mehrere Ideen, das historische Kleinod zu nutzen. Beispielsweise wurde über den Umzug der Stabstelle Stadtmanagement, Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus diskutiert – die befindet sich aber inzwischen im sogenannten Boodevaar-Turm. Auch ein Umzug des Heimatmuseums in das Gebäude wurde angedacht. Doch auch diese Idee hat sich mittlerweile zerschlagen. Das Museum soll nach der bereits beschlossenen Generalsanierung der städtischen Immobilie am Untermarkt 10 an seinem angestammten Platz (Untermarkt 10) bleiben. dst

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