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Claudia Sommer und Frederick Di Georgiou waren auf der Bühne ein perfektes Paar. 

Benefizkonzert für die Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe

Totale Harmonie

Wolfratshausen - Ein hinreißendes Benefizkonzert boten im Krämmel-Forum die Sängerin Claudia Sommer und Pianist Frederick di Georgiou Graf von Messina. Das Beste: Für den guten Zweck der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe kamen 2800 Euro zusammen. 

Sie waren ein elegantes Paar, die beiden auf der Bühne des Krämmel-Forums. Sie im langen, schwarzen Abendkleid, er im dunklen Anzug mit gelber Krawatte und passendem Einstecktuch. Und sie harmonierten nicht nur optisch, sondern vor allem musikalisch: Die Münchner Sängerin Claudia Sommer (49) und der griechisch-italienische Starpianist Frederick di Georgiou Graf von Messina (65) gaben sich am Freitagabend ein Stelldichein. Zu Gunsten der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe traten sie im ausverkauften Krämmel-Saal vor rund 150 Zuschauern auf. 2800 Euro konnten die zwei Künstler am Ende des Abends der stellvertretenden Inselhaus-Geschäftsführerin Angelika Schmidbauer übergeben.  Bereits vor drei Jahren entstand die Idee eines Benefizkonzerts bei einem gemeinsamen Auftritt in Grünwald. Der mit seiner Frau in Baden-Baden lebende Di Georgiou zeigte sich damals tief bewegt von Sommers Engagement für die Inselhaus-Heimkinder. Sie musiziert regelmäßig mit ihnen und hilft den oft traumatisierten Mädchen und Buben, wieder Selbstvertrauen zu fassen.

Der Funke springt sehr bald über

Dass die temperamentvolle Blondine es schafft, den Funken überspringen zu lassen, bewies sie am Samstagabend. Beim Blues „Route 66“ schnippten die Zuhörer spontan mit. Beim souligen „Why Do Fools Fall in Love“ wäre so mancher gerne aufgestanden, um zu tanzen. Ihre nuancenreiche Stimme ließ Claudia Sommer beim Liebeslied „All The Way“ spielen. Ihr ganzes musikalisches Können offenbarte sich bei Charles Aznavours Klassiker „She“, den die Münchnerin a capella sang. Ihr Partner am Flügel lobte sie mit einem anerkennenden „Brava!“.

Tom Jones' "It's not unusual" als Zugabe

Di Georgiou wiederum begeisterte mit seinem Solo von Frank Sinatras „My Way“ - rund, harmonisch und im Mittelteil etwas forsch. Er sei einmal für einen erkrankten Klavierspieler Sinatras eingesprungen, erzählte der in Athen und Messina aufgewachsene Künstler mit charmantem griechischen Akzent und brachte eine kleine Anekdote an: Der große Meister stellte ihm eine Flasche Champagner auf den Flügel. „Sorry, this is not my drink“, antwortete der Aushilfspianist. „So what is your drink?“ erkundigte sich Sinatra. Es war Grand Marnier, in den 1970er-Jahren stark in Mode. Frederick di Georgiou lebte damals eine zeitlang in Amerika. „Partys, Alkohol, Frauen und Sportwagen ohne Ende“ fasst er den turbulenten Lebensabschnitt zusammen. Er begleitete Superstars wie Diana Ross, Julio Iglesias und Tom Jones. Eine seiner gefühlvollsten, selbst komponierten Balladen hat der 65-Jährige jedoch nicht irgendeiner Hollywood-Diva, sondern seiner Mutter zum Muttertag gewidmet – eigentlich ein wunderschöner Abschluss für das Konzert. Das Publikum wollte das Duo aber nicht ziehen lassen. Mit Tom Jones’ „It’s Not Unusual“ als Zugabe fetzten die beiden noch mal los. Di Georgiou versprach, nächstes Jahr wiederzukommen, was Angelika Schmidbauer riesig freute. Tanja Lühr

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