Impfungen gegen das Coronavirus sind in zahlreichen Hausarztpraxen im Landkreis ab sofort möglich
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Impfungen gegen das Coronavirus sind in zahlreichen Hausarztpraxen im Landkreis ab sofort möglich.

Impfwillige, die bereits erfasst wurden, werden direkt angerufen – Ärzte haben keine freie Auswahl bei Vakzin

Hausärzte steigen in Corona-Impfungen ein

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Ab sofort können im Landkreis auch die Hausärzte gegen das Coronavirus impfen - sofern Vakzin zur Verfügung steht.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Hausärzte im Landkreis können mit Corona-Schutzimpfungen starten. Das teilt die Sprecherin des Landratsamts, Sabine Schmid, mit. Vorausgesetzt, die bestellte Menge Vakzin trifft tatsächlich ein.

Auf Initiative des ärztlichen Koordinators im Landkreis, Dr. Jörg Lohse, haben sich die Praxen eng miteinander vernetzt und stehen im stetigen Austausch miteinander. „Ein Vorteil“, stellt der Münsinger fest, denn so können wir bei der Regelversorgung an einem Strang ziehen.“ Denn das ist die Schiene, über die im Kreis in die Corona-Impfung durch die Hausärzte eingestiegen wird.

Lohse erklärt die beiden Linien, die zu unterscheiden sind: „Das eine sind die Praxen, die in einer einmaligen Aktion des Freistaats ausgewählt und mit Impfstoff versorgt wurden.“ Solche Praxen gibt es laut Lohse im Kreis „kaum“. Die zweite Schiene sei der Einstieg in die Regelversorgung, „hier beteiligen sich schätzungsweise drei Viertel aller Hausarztpraxen im Landkreis“. Laut Lohses Rechnung etwas mehr als 50. „Eine stolze Zahl, die nun mit Impfstoff versorgt werden will“. Bis vergangenen Dienstag „konnten wir bei den Apotheken erstmals bestellen, limitiert ist die Bestellung momentan auf 50 Impfungen pro Woche.“

Jetzt hänge alles daran, ob die bestellte Menge Impfstoff auch kommt. Geordert wurden 50 Dosen, am Mittwoch sei die Mitteilung gekommen, dass 30 geliefert werden. „Wenn der Impfstoff kommt, dann geht das Telefonieren los, denn dann bestellen wir unsere Patienten, die wir bereits erfasst haben, für die Impfungen direkt ein.“

Ein paar Tage haben die Hausärzte nach der Anlieferung Zeit, um den Impfstoff zu verimpfen. „In der Praxis ist das alles gut machbar“, meint der Corona-Koordinator im Landkreis. „Wir klären auf, drucken die entsprechenden Einwilligungs- und Aufklärungsbögen aus, lassen diese unterschreiben, wenn sich die Patienten für die Impfung entscheiden, und dann kann geimpft werden.“ Am Ende des Tages werden die durchgeführten Impfungen dem RKI gemeldet, erklärt Lohse, eine so aufwändige Dokumentation, wie in den Impfzentren in Bad Tölz und Wolfratshausen erstellt werden muss, sei nicht gefordert.

Aussuchen können sich die Hausärzte den Impfstoff nicht. „Wir nehmen, was wir bekommen“, so Lohse, „und dann wägen wir nach den Richtlinien der Ständigen Impfkommission ab, wem wir welches Vakzin empfehlen können.“  

cce

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