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Nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 durch Oskar Kretzinger (re.) keimte beim BCF Wolfratshausen noch einmal Hoffnung auf. Doch am Ende hatten die Farcheter gegen 1860 Rosenheim mit 1:3 das Nachsehen. 

Fußball

Hausgemachte Niederlage

Wolfratshausen - Ein schwacher Beginn und ein selbstverschuldetes Ende kosteten den BCF Wolfratshausen wichtige Zähler im Abstiegskampf. Das 1:3 gegen den TSV 1860 Rosenheim war hausgemacht.

Der BCF Wolfratshausen spielt am Limit. Manchmal ist selbst mit dezimiertem Kader einiges möglich – wie etwa der hohe Heimsieg gegen Pipinsried oder die Punkteteilung in Sonthofen. Wackeln aber einzelne Bausteine, sind die Farcheter für ihre Kontrahenten leicht zu passieren. Wurde das 1:5 in Bogen zunächst als Ausrutscher abgewiegelt, veranschaulichte die Heimpleite am Samstag gegen Rosenheim das Dilemma: Auf Dauer fehlt es der Mannschaft durch die zahlreichen Ausfälle an Substanz.

Am Samstag passte es zunächst in der Startphase nicht. Rosenheim ging nach einer Viertelstunde mit seiner ersten Möglichkeit in Führung, weil Torjäger Josip Tomic auf halblinks zwei BCF-Verteidiger aussteigen ließ und beim präzisen Abschluss auch Tormann Kevin Pradl. Dass in der Entstehung ein Wolfratshauser am Boden lag und die Kollegen auf ein faires Innehalten des Gegners spekulierten, wollte Reiner Leitl nicht unkommentiert lassen. „Ohne das 0:1 hätte das Spiel vielleicht einen anderen Verlauf genommen.“ Der Cheftrainer räumte ein, dass die Gäste in Hälfte eins „einen Tick besser“ waren. Die Sechziger stellten ihr spielerisches Talent mehrmals zur Schau, brauchten nicht viele Möglichkeiten, um eine komfortable Pausenführung herauszuschießen. Danijel Majdancevic knallte den Ball volley am konsternierten Pradl vorbei zum 0:2.

Leitl gab zu bedenken, dass man die individuelle Qualität der Rosenheimer nicht verkennen dürfe. „Doch an der Niederlage sind wir selber schuld.“ Nach dem Anschlusstreffer, den Oskar Kretzinger nach toller Vorarbeit von Jona Lehr – er tanzte zwei Rosenheimer an der Torauslinie aus – kurz vor der Pause markierte, war es eine in vielen Belangen komplett veränderte Begegnung. Luca Fagenello zielte zunächst mit starker Schusstechnik am langen Pfosten vorbei, der 18-Jährige entschied sich aber auch überhastet für die falsche Vorgehensweise. Unglückliche Entscheidungen traf der BCF auch bei vielen aussichtsreichen Standards.

Dennoch schien der Ausgleich möglich – bis zu jenem verhängnisvollen Moment, in dem Christian Duswald am Boden liegend gegen Majdancevic nachtrat. Tätlichkeit sagte der Schiedsrichter, Dummheit meinte Leitl. Die Aktion ist für einen erfahrenen Kicker wie Duswald kein Ruhmesblatt. Fortan ebbte der Offensivdrang der Platzherren ab. Zudem machte der eingewechselte Michael Wallner mit perfektem Laufweg vor, wie man aus ruhenden Bällen Kapital schlagen kann: Der Rosenheimer traf sechs Minuten vor Ende der Partie zum 1:3-Endstand. or

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