+
Wegen Bedrohung musste sich eine 22-Jährige vor dem Amtsgericht Wolfratshausen verantworten.

Amtsgericht Wolfratshausen verurteilt 22-Jährige

„Hey Mädel, ich bring Dich um“: Drohung hat Nachspiel vor Gericht

WhatsApp-Nachrichten an ihre Freundin brachten eine Wolfratshauserin (22) auf die Anklagebank des Wolfratshauser Amtsgerichts.

Wolfratshausen Seit ihr Sohn geboren wurde, hat die junge Mutter (22) das Ausgehen massiv zurückgefahren. Umso mehr genoss sie es, am 10. Januar dieses Jahres mit Freunden feiern zu können. Auf „den Zwerg“, damals 18 Monate alt, passten derweil ihre Eltern auf. Der Vater des Buben, der das Babysitting eigentlich übernehmen sollte, war unpässlich.

Im Laufe des Abends erfuhr die Wolfratshauserin jedoch, dass sich ihr Ex-Freund zur selben Zeit mit ihrer besten Freundin auf einer Party in Fürstenfeldbruck vergnügte. „Dann ist es emotional ausgeartet und sie hat ein paar gepfefferte Whatsapp-Nachrichten geschickt“, erläuterte Rechtsanwalt Marc Zinka die Hintergründe zu der Straftat, wegen der sich seine Mandantin vor dem Amtsgericht verantworten musste.

Ermutigt durch Genuss von Desperados und Stroh-Rum

Die Angeklagte hatte, ermutigt durch den vorherigen Genuss von „drei, vier Desperados und Stroh-Rum pur“ ihrer Freundin mitgeteilt: „Hey Mädel, ganz ehrlich, ich bring dich um. … Lauf mir einmal über den Weg und du bist tot.“ Dass sie damit „weit über das Ziel hinausgeschossen“ war, sah die Beschuldigte ein. Deshalb hatte sie den Einspruch gegen den Strafbefehl, den das Amtsgericht in der Sache erlassen hatte, auf die Rechtsfolgen, also die Höhe der Geldstrafe, beschränkt.

Das damals verzwickte Beziehungsgeflecht und die alkoholische Enthemmung wirkten sich vor Gericht strafmildernd aus. Richter Helmut Berger verurteilte die Wolfratshauserin zu einer Geldstrafe von 500 Euro (50 Tagessätze). Damit war die Angeklagte zufrieden, sie nahm das Urteil an. Im Strafbefehl waren es 60 Tagessätze zu je 40 Euro (gesamt 2400 Euro) gewesen.  rst

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bei Kontrolle auf A95: Mann behauptet, er sei nicht gefahren, sondern sein unsichtbarer Chauffeur
Schleierfahnder wollten einen Autofahrer an der A95 kontrollieren. Die Erklärung, die er ihnen auftischte, hatten sie auch noch nicht gehört. Denn er sei gar nicht …
Bei Kontrolle auf A95: Mann behauptet, er sei nicht gefahren, sondern sein unsichtbarer Chauffeur
Jogger trifft Fuchs: Besteht die Gefahr einer Tollwut-Übertragung?
Muss man sich in unserer Region vor dem Fuchs als Überträger der Tollwut fürchten, fragt sich ein Geretsrieder Jogger nach einer Begegnung der tierischen Art. Die …
Jogger trifft Fuchs: Besteht die Gefahr einer Tollwut-Übertragung?
Wolfratshausen: Hohe Geldstrafe für notorischen Schwarzfahrer
Mehrmals ist ein 29-Jähriger in den vergangenen Jahren beim Schwarzfahren erwischt worden. Dafür musste sich der Mann nun vor dem Amtsgericht verantworten.
Wolfratshausen: Hohe Geldstrafe für notorischen Schwarzfahrer
Tag der offenen Tür auf Gut Buchberg
Das Gut Buchberg öffnet am Samstag seine Türen. Die Besucher können dort Ponys streicheln, Kaffee und Kuchen genießen oder an der Goassbock-Bar sitzen. Der Erlös kommt …
Tag der offenen Tür auf Gut Buchberg

Kommentare