Nach brutaler Vergewaltigung: Dritter Täter verhaftet

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Der neugewählte Vorstand: (hinten v.li.) die Beisitzer Ludwig Gollwitzer und Dr. Klaus Lüth, Schatzmeister Harald Stebner, Beisitzerin Annekatrin Schulz und Schriftführer Wolfgang Schäl von Gamm sowie (vorne v.  li.) Beisitzerin Hannelore Greiner, Vorsitzende Dr. Sybille Krafft sowie die Beisitzerinnen Justine Bittner und Dr. Kaija Voss. 

Neuwahlen im Pfarrsaal

Historischer Verein: Taten statt Spiegelfechterei

Der Historische Verein ist eine „Perle Wolfratshauser Vereine“, lobt Paul Brauner. Und das sagt er nicht ohne Grund, die Engagierten haben im vergangenen Jahr viel geschafft, und haben weiterhin viel vor.

Wolfratshausen – Im Januar feierte der Historische Verein im Rahmen einer Revue zur Biergeschichte sein 20-jähriges Bestehen (wir berichteten). Zudem organisierten die rührigen Hobbyhistoriker in den vergangenen zwölf Monaten – zum Teil in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Isar-Loisach (KIL) – elf weitere Veranstaltungen und setzten sich vielerorts für den Denkmalschutz ein. Nun standen im Pfarrsaal von St. Michael Neuwahlen an.

„Der Historische Verein hat sich zu einer Perle Wolfratshauser Vereine entwickelt“, lobte Ex-CSU-Stadtrat Paul Brauner die Arbeit des Vorstands. Kein Wunder also, dass die langjährige Vorsitzende Dr. Sybille Krafft, ihr Stellvertreter Bernhard Reisner, Schatzmeister Harald Stebner sowie Schriftführer Wolfgang Schäl von Gamm von den 39 anwesenden Mitgliedern ohne Gegenstimme wiedergewählt wurden. Unterstützt werden sie von den sieben Beisitzern Justine Bittner, Anja Brandstäter, Dr. Kaija Voss, Ludwig Gollwitzer, Dr. Klaus Lüth, Hannelore Greiner und Annekatrin Schulz.

„Mehr geht nicht“

Vor den per Akklamation durchgeführten Neuwahlen hielt die Geretsrieder Architekturhistorikerin Dr. Kaija Voss einen Vortrag zum Thema „Baudenkmale im Landkreis“ (Bericht folgt), dem die Berichte aus den verschiedenen Arbeitsgruppen folgten. Ob Demonstrationen und Filmvorführungen am Frauentag, eine von über 150 Interessierten besuchte Führung über den Nantweiner Friedhof oder zuletzt die intensiven Proben zur zweimal verschobenen Bierrevue – das Programm hätte vielseitiger nicht sein können. „Mehr geht nicht“, erklärte Krafft. Denn sie selbst ist neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Filmredakteurin für das Bayerische Fernsehen auch noch Vorsitzende des Vereins „Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald“.

Der Umbau des Gebäudes am Waldramer Kolpingplatz macht dank der Hilfe von Ehrenamtlichen und der Kooperation mit Schulen rasche Fortschritte. Das ehrgeizige Ziel, dort im Frühjahr 2018 eine Dokumentations- und Begegnungsstätte zu eröffnen, scheint durchaus realistisch. Einen Tag vor der Jahresversammlung wurde zudem im Kloster Benediktbeuern die Ausstellung „Kinderwelten in Waldram und Föhrenwald“ eröffnet. Auch dort konnte Sybille Krafft für die Anliegen des derzeit aus 267 Mitgliedern bestehenden Historischen Vereins werben.

Dennoch weiß auch sie mittlerweile, in welchen Fällen Engagement sinnvoll ist. Als Vereinsmitglied Otto Martin sie am Ende der Versammlung fragte, warum sich der Verein nicht für den Erhalt des mittlerweile abgerissenen Knödler-Hauses an der Sauerlacher Straße eingesetzt habe, kam die Antwort postwendend. „Da wusste ich, dass der Kampf für ein nicht denkmalgeschütztes Gebäude von vornherein verloren ist“, so Krafft. „Und nur Spiegelfechterei in der Öffentlichkeit zu betreiben, bringt nichts.“ 

  Peter Herrmann

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