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Die SPD besucht die Polizei: (v. li.) Reiner Berchtold, Andreas Thomas (Sicherheitswacht), Steffen Frühauf (Vize-Polizeichef), Robert Kühn., Fritz Meixner, Markus Rinderspacher, Andreas Czerweny (Polizei chef) und Fritz Schnaller. 

SPD-Fraktionschef besucht Dienststellen 

Hoher Besuch bei der Wolfratshauser Polizei: Das hat Markus Rinderspacher zu sagen

Solchen Besuch hat die Polizei Wolfratshausen selten bei der morgendlichen Konferenz: Markus Rinderspacher, Fraktionssprecher der SPD im bayerischen Landtag, besucht derzeit verschiedene Polizeidienststellen in Oberbayern - natürlich nicht ohne Botschaft im Gepäck.

Wolfratshausen/Geretsried – Prominente Gäste nahmen kürzlich an der morgendlichen Konferenz in der Wolfratshauser Polizeiinspektion teil. Markus Rinderspacher, Fraktionssprecher der SPD im bayerischen Landtag, besucht derzeit verschiedene Polizeidienststellen in Oberbayern, um sich ein Bild von der Personallage im Regierungsbezirk zu machen. In Wolfratshausen wurde er vom SPD-Landtagskandidaten Robert Kühn und dem SPD-Bezirkstagskandidaten Wolfgang Werner aus Geretsried begleitet.

Rinderspacher hatte recherchiert: Jede zehnte Stelle im Polizeidienst im Freistaat sei unbesetzt. Das gehe aus einer schriftlichen Stellungnahme des bayerischen Innenministeriums hervor. Insgesamt würden in Bayern fast 2700 Polizisten fehlen. Insgesamt hätten die Beamten in Bayern einen Überhang von fast zwei Millionen Überstunden angesammelt. Laut Rinderspacher wird das Stellensoll von 37 Beamten in Geretsried und 43 Beamten in Wolfratshausen deutlich unterschritten. Die Folge: Überstunden, hohe Arbeitsbelastung und weniger Polizeipräsenz auf den Straßen.

Dramatisch sei die Situation allerdings nicht, betonte Wolfratshausens Polizeichef: „Ich glaube, dass wir gut aufgestellt sind“, sagte Andreas Czerweny. Auch sein Stellvertreter Steffen Frühauf sieht keinen akuten Handlungsbedarf: „Wenn wir nicht zwei oder drei langfristige Ausfälle haben, gibt es keine Probleme.“ Die Lage sei „nicht super, aber in Ordnung“, stellte Frühauf fest. Um die Überstunden, die von den einzelnen Beamten geleistet werden, komplett abzubauen, wären ein oder zwei zusätzliche Uniformierte „ganz gut“. „Aber hier brennt nicht jeden Tag der Baum“, sagte Czerweny.

Seit Dezember wird die Wolfratshauser Polizei durch eine vierköpfige Sicherheitswacht unterstützt. Die Ehrenamtlichen sind monatlich zwischen 15 und 20 Stunden in der Flößerstadt unterwegs, berichtete Frederik Gerster, einer der Freiwilligen. „Oft passiert nicht viel, wenn wir im Einsatz sind“, sagte er. In der Regel würden die Streifengänger die Sorgen und Beobachtungen von Bürgern entgegennehmen und im Falle des Falles an die Inspektion weitergeben. „Die Wolfratshauser reagieren sehr positiv auf uns“, antwortete Gerster auf eine Frage von Rinderspacher. Der SPD-Politiker bedankte sich bei den Ehrenamtlichen für ihr „bemerkenswertes Engagement“.

Im Anschluss an das Gespräch in Wolfratshausen besuchte der Landtagsabgeordnete die Geretsrieder Polizeiinspektion an der Jahnstraße. Dort zollte er Dienststellenleiter Daniel Kießling und seinen Kollegen großen Respekt. SPD-Landtagskandidat Kühn zog nach den zwei Ortsterminen die Bilanz: „Die Polizei genießt in der Bevölkerung großes Vertrauen und sie verdient Arbeitsbedingungen, die nicht von ständiger Personalnot geprägt sind.“ dst

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