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Lui’s Hotel „Zum Flößer“: Einen Arbeitstitel hatte das am Hans-Urmiller-Ring geplante Freizeit- und Geschäftshotel von Sepp Schwarzenbuch schon. Der Bauausschuss hat das Vorhaben jedoch abgelehnt. 

Gremium lehnt Antrag ab

Hotelpläne sind Stadtrat eine Nummer zu groß

Sepp Schwarzenbach will ein Hotel im Gewerbegebiet errichten. Der Bauausschusshat die Pläne erneut abgelehnt. Obwohl der Bedarf an Gästebetten unumstritten ist.

Wolfratshausen – Sepp Schwarzenbach bleibt hartnäckig. Erst im September hatte der Bauausschuss des Stadtrats einen Hotelbau im Gewerbegebiet abgelehnt. Diese Woche debattierte das Gremium erneut über einen Antrag auf Vorbescheid des ehemaligen Disco-Betreibers und Multi-Unternehmers. Er will nun in abgeänderter Form ein Freizeit- und Geschäftshotel am Hans-Urmiller-Ring errichten. Das Ergebnis blieb dasselbe.

Hotel sollte 88 Zimmer bieten

Das eingereichte Vorhaben sollte bis zu sechs Vollgeschosse haben – damit wäre das Gebäude etwa 20 Meter hoch. Als besonderes optisches Merkmal war eine Kuppel auf insgesamt 24 Metern Höhe geplant. Das Hotel sollte 88 Zimmer umfassen, dazu kämen ein Tagungs- und ein Frühstücksraum. Im Erdgeschoss des Gebäudes plante Schwarzenbach zudem eine Verkaufsfläche für Fahrräder und E-Bikes. Darunter sollte eine Tiefgarage mit fünf Halbgeschossen Platz für 143 Fahrzeuge bieten. Hinzu kämen etwa 15 Parkflächen um das Gebäude herum.

Gremium beharrt auf Bebauungsplan

Das angedachte Gebäude ist jedoch mit einigen Regelungen des Bebauungsplans nicht vereinbar: Ein Kuppeldach ist im Wolfratshauser Gewerbegebiet nicht gestattet, die maximale Gebäudehöhe sind vier Geschosse, die Tiefgarage hätte die Baugrenze um fünf Meter überschritten. Der Bauausschuss lehnte den Antrag auf Vorbescheid deshalb einstimmig ab. Nur in einem Punkt sind sich die Gremiumsmitglieder mit dem Investor einig: Die Stadt braucht mehr Hotelzimmer. „Wir haben ein Bettenproblem“, befand Grünen-Stadtrat Dr. Hans Schmidt. Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller (SPD) warf die grundsätzliche Frage in den Raum, wie man das Gewerbegebiet gestalten wolle und warb dafür „offensiver und mutiger“ zu sein, und „einen weiterhin interessanten Standort“ zu schaffen. Derartig große Abweichungen vom Bebauungsplan seien aber „nicht die Lösung“. Auch der Fraktionschef der Bürgervereinigung, Josef Praller, hielt die Verstöße für zu groß: „Ich sehe keine Möglichkeit, den Plan zu genehmigen.“ Günther Eibl, Fraktionssprecher der CSU fasste es kurz zusammen: „Das ist nicht zustimmungsfähig.“

Zehn Stimmen dagegen

Bauamtschef Dieter Leijko berichtete, dass der Bauwerber mit der Verwaltung gesprochen habe. „Es ging ihm wohl darum, eine Meinung des Ausschusses zu hören.“ Die ist eindeutig: Alle zehn Räte hoben ihre Hand gegen den Antrag. Einen Tipp bekam Schwarzenbach von Josef Praller: „In der Regel bewegt man sich bei seinen Vorhaben auf dem Grund des Bebauungsplans.“ Dominik Stallein

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