Ein Team mit jeder Menge Potenzial: die HSG-Handballerinnen mit (hi. v. li.) Co-Trainer Markus Goblirsch, Michelle Pioker, Janica Wrabel, Selina Mikulla, Loredana Miricioiu, Emily Seemann, Anica Friedrich, Trainerin Silvia Klein sowie (vo.) Greta Esch, Kristina Frank, Felicitas Hörl, Yvonne Goß, Marina Demmeler und Daniela Kurka (Mannschaftsverantwortliche).
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Ein Team mit jeder Menge Potenzial: die HSG-Handballerinnen mit (hi. v. li.) Co-Trainer Markus Goblirsch, Michelle Pioker, Janica Wrabel, Selina Mikulla, Loredana Miricioiu, Emily Seemann, Anica Friedrich, Trainerin Silvia Klein sowie (vo.) Greta Esch, Kristina Frank, Felicitas Hörl, Yvonne Goß, Marina Demmeler und Daniela Kurka (Mannschaftsverantwortliche).

HANDBALL

HSG-Frauen: Alt und Jung zu einem Team formen

  • Patrick Staar
    vonPatrick Staar
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Alles neu bei der HSG Isar-Loisach: Das Frauen-Team und die A-Jugend haben fusioniert, zwei Trainer kümmern sich nun um die neu gebildete Mannschaft, und die Auswahl an Spielerinnen ist ungewohnt groß. Entsprechend optimistisch blickt Trainerin Silvia Klein der Bezirksoberliga-Saison entgegen, die am Samstag (15 Uhr) mit der Partie beim SC Unterpfaffenhofen-Germering startet: „Von der Stärke her können wir sehr, sehr gut mithalten.“

In der Sommerpause befassten sich die Verantwortlichen der HSG mit allen möglichen Gedankenspielen. Die große Frage lautete: Wie soll es mit dem personell gebeutelten Frauenteam weitergehen? Wäre eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein das Beste? Soll das Team aufgelöst werden? Oder soll die A-Jugend vom Spielbetrieb abgemeldet werden? Nach langen Diskussionen stand die Entscheidung fest: Das Nachwuchsteam der HSG zieht sich aus dem Spielbetrieb zurück und rückt in den Seniorenbereich auf. Nach Ansicht von Klein die einzig richtige Entscheidung, da „wie befürchtet“ nur fünf A-Jugendliche übrig geblieben seien, die regelmäßig zum Training erscheinen: „Wir hätten nie im Leben eine ausreichend große A-Jugend-Mannschaft melden können.“

Der Großteil der Spielerinnen gehört nun nicht mehr zur Altersklasse um 30 Jahre, sondern zur Altersklasse unter 20 Jahre. Dies sei für sie eine gewaltige Umstellung, gibt Klein unumwunden zu. Von ihren erwachsenen Spielerinnen war sie es gewohnt, dass absolute Stille herrscht, wenn sie im Training Anweisungen gibt. Nun wird im Training geschnattert und gegackert. „An die Art der 17-Jährigen muss ich mich erst noch gewöhnen“, sagt Klein. „Wenn ich was sage, ratschen fünf Mädchen. Wenn die dann nicht wissen, was sie tun sollen, krieg’ ich einen dicken Hals. Wenn ich dann rumschreie, heißt es, die mag uns nicht‘.“ Insofern ist Klein sehr dankbar dafür, dass der bisherige A-Jugend-Trainer Markus Goblirsch nun mit seiner Mannschaft aufrückt und Klein unterstützt. Goblirsch könne auch sehr laut werden, doch damit kämen die Mädchen besser zurecht, sagt Klein: „Da herrscht dann gleich Ruhe.“

Aber nicht nur im Training habe sich die Zusammenarbeit zwischen den beiden bewährt, sondern auch in den Spielen: „Es ist schwierig, taktische Anweisungen zu geben und gleichzeitig 14 Leute gerecht einzuwechseln. Das ist alleine fast nicht zu schaffen.“ Dass Goblirsch ihr nun einige Aufgaben abnimmt, empfindet sie als große Entlastung: „Zu zweit geht das alles viel entspannter – und gerechter.“

Nun gehe es darum, dass die Spielerinnen aus verschiedenen Altersklassen zusammenwachsen. Das Potenzial ist da, beispielsweise im Tor, das Yvonne Goß und Felicitas Hörl hüten. „Bei der Yvi ist das eine Biss-Sache“, sagt Klein. „Wenn sie voll bei der Sache ist, hält sie fast alles. Aber wenn ihre Vorderleute aufgeben, dann schlafft auch sie ab.“ In solchen Fällen sei es gut, eine starke zweite Torfrau in der Hinterhand zu haben: „Die Felicitas hat sich gut gemacht und wird immer stärker.“ Ebenso wenig Probleme gebe es bei den Feldspielerinnen: „Die jungen, die immer zum Training kommen, sind sehr stark.“ Altersbedingt fehle noch etwas Erfahrung, und manche Spielerinnen hätten noch Angst in Zweikämpfen, „dabei sind sie körperlich nicht schwächer als die Frauen“.

Dass nun zum Saisonstart 17 Spielerinnen zur Verfügung stehen, sei „ganz gut“. Im Laufe der Saison will auch die werdende Mutter Veronika Rid (vormals Hien) wieder in den Kader zurückkehren, ebenso wie Sarah Imreskovic, die aus persönlichen Gründen in diesem Sommer nur ein einziges Mal trainieren konnte: „Wenn sie wieder regelmäßig trainiert, gehört sie mit Sicherheit wieder zur Stamm-Mannschaft“, sagt Klein.

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