Das einzige Saisonspiel: Aufgrund des Spielermangels musste Trainer Adrian Marcu durchspielen. Am Ende gewannen die Handballer der HSG Isar-Loisach gegen Kaufbeuren souverän mit 38:31 – und Marcu selbst warf fünf Tore.
+
Das einzige Saisonspiel: Aufgrund des Spielermangels musste Trainer Adrian Marcu durchspielen. Am Ende gewannen die Handballer der HSG Isar-Loisach gegen Kaufbeuren souverän mit 38:31 – und Marcu selbst warf fünf Tore.

Serie „Wie geht‘s?“

HSG-Handballer: Furcht vor dem Weihnachtsspeck

  • Patrick Staar
    vonPatrick Staar
    schließen

Adrian Marcu, Spielertrainer der HSG Isar-Loisach, versucht seine Spieler auch während des Lockdowns fit zu halten. Ob und in welcher Form die Saison in der Bezirksoberliga fortgesetzt wird, ist völlig offen.

Wolfratshausen – Gerade einmal ein Punktspiel konnten die Handballer der HSG Isar-Loisach absolvieren, dann war die Saison in der Bezirksoberliga schon wieder beendet. Unser Mitarbeiter Patrick Staar sprach mit Trainer Adrian Marcu über die erneute coronabedingte Zwangspause und Trainings-Kontrolle über die Whatsapp-Gruppe.

Herr Marcu, sind bisher alle Spieler von Corona verschont geblieben?

Ich habe seit zwei, drei Tagen keine Informationen mehr bekommen Aber soweit ich weiß, hatte bislang noch niemand von uns Corona.

Wie verbringen Sie Ihre Zeit ohne Handball?

Mit Arbeit und privatem Training. Alle Spieler haben von mir ein Trainingsprogramm bekommen.

Werden die Vorgaben eingehalten?

Die Spieler stellen Fotos in unsere Whatsapp-Gruppe, wenn sie trainieren. Da kann ich sehen, welcher Spieler was gemacht hat. Laufen müssen alle, mindestens zehn Kilometer pro Woche.

Trifft sich die Mannschaft auch manchmal zu einem Online-Meeting?

Ich habe überlegt, ob wir eine Stunde mit „Zoom“ zu einem gemeinsamen Training zusammenschalten. Das Problem war, dass die Leute nicht gleichzeitig Zeit haben. Ein paar Leute trainieren montags und mittwochs, andere dienstags und freitags. Aber das ist alles schwierig. Die Fitnessstudios sind zu, daher können die Spieler kein Krafttraining machen.

Das einzige Saisonspiel gewann die HSG ja sehr deutlich mit 38:31 gegen Kaufbeuren. Wie beurteilen Sie den Auftritt?

Florian Seemann, Bastian Wolfgart und Philipp Teubert haben gefehlt. Und dann hat auch noch Konstantin Seemann kurz nach Spielbeginn eine rote Karte bekommen. Aber das konnten wir kompensieren. Die Neuzugänge Christian Drees und Alperen Tokmak sind schon sehr gut in die Mannschaft integriert. Alperen hat zehn Tore geworfen, Christian sechs – dafür, dass es das erste Spiel war, haben sie es richtig gut gemacht. In der vergangenen Saison haben wir gegen Kempten noch verloren.

Das zweite Spiel in Kaufbeuren konnte dann nicht mehr stattfinden ...

... ja, ich hab’ da ganz spät um 22 Uhr die Nachricht bekommen, dass das Spiel abgesagt ist, weil der Corona-Inzidenzwert dort über 50 gestiegen ist. Am nächsten Tag um 14 Uhr sollten wir dort eigentlich antreten.

Haben Sie sich damals vorstellen können, dass die Pause so lange andauert?

Ich habe gedacht, dass vielleicht die Mannschaften aus dem Allgäu ausfallen, aber anderswo die Spiele noch stattfinden können.

Haben Sie eine Vorstellung, wie die Saison weitergehen könnte?

Ich habe keine Informationen, niemand hat Informationen. Vielleicht spielen wir nur die Hinrunde aus. Wir hätten dann noch zwölf Saisonspiele zu absolvieren. Und dann schauen wir die Tabelle an: Wer ist Erster, wer ist Letzter – und das war’s. Falls die Saison im Februar wirklich noch mal starten sollte, dann hoffe ich, dass wir Mitte Januar wieder zusammenkommen können. Fest steht: Die Saison muss am 30. Juni beendet sein.

Und das ist fix?

Momentan ist es fix. Es könnte auch sein, dass die Saison im Februar abgebrochen wird. Keiner weiß, was dann passiert.

Was wünschen Sie sich für die nächsten Wochen?

Ich hoffe, dass unsere Spieler über die Weihnachtszeit nicht allzu viel an Gewicht zunehmen (schmunzelt), denn unser Ziel bleibt weiterhin der Aufstieg in die Landesliga.

Und wer sind auf dem Wg dorthin die stärksten Konkurrenten der HSG?

Ich denke, dass Kempten, Kaufbeuren, Weilheim, wir und vielleicht noch eine andere Mannschaft um den ersten Platz kämpfen.

In der Serie „Wie geht’s?“ fragen wir bei Menschen aus dem Landkreis nach, wie sie die ungewöhnlichen Corona-Zeiten erleben.

Lesen Sie auch: Skifahrer stehen auf dem Abstellgleis

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare