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Grüße in die Heimat: Die HSG-Nachwuchshandballer spielten bei den schwedischen Lundaspelen in der Elitegruppe - und kamen sportlich bisweilen an ihre Grenzen.

Viel erlebt, viel gelernt

HSG Isar-Loisach zu Gast bei „Lundaspelen“ in Schweden

Wolfratshausen – Es war die längste Auswärtsfahrt der HSG Isar-Loisach. 874 Kilometer nördlich der Wolfratshauser Heimspielstätte traten die A-Junioren Ende Dezember bei den Lundaspelen in Schweden an.

Für die Bayernliga-Jungs von Trainerin Ulrike Newel war das Turnier ein Höhepunkt in ihrer noch jungen Karriere. Fast 10 000 Handballer waren am Start. „Da wir in der Elitegruppe gesetzt waren, hatten wir das Privileg, am ersten Spieltag in der Sparbanken-Arena zu spielen“, sagt Newel. Die Halle fasst 3000 Zuschauer, in ihr fanden auch die Eröffnungsfeier und die Finals statt. „Die Organisation suchte ihresgleichen“, zeigt sich die HSG-Trainerin beeindruckt.

Trainerin Newel: „Viele Erkenntnisse gewonnen“

Im ersten Match ging es für den HSG-Nachwuchs gegen ein schwedisches Bundesliga-A-Jugend-Team. „Das hat uns unsere Grenzen aufgezeigt“, sagt Newel und lobt das skandinavische Handballspiel. „Es ist ungleich schneller und robuster, als wir es gewohnt sind.“ Fehler seien sofort mit einem Gegenstoß beantwortet worden. Das kennen die jungen Wolfratshauser und Geretsrieder zwar aus den Partien in Bayerns höchster Nachwuchsliga, dennoch ging das erste Duell deutlich verloren. Newel hat „aber viele Erkenntnisse gewonnen“. Neben der individuellen Technik und Athletik möchte sie künftig auch auf Schnelligkeit ein Augenmerk legen.

Die Sparbanken-Arena in Lund. Sie fasst 3000 Zuschauer und war Austragungsort der Finals. Die Bayern durften dort am ersten Spieltag antreten.

An den ersten beiden Turniertagen unterlag die HSG zweimal knapp, ein Sieg war ihr nicht vergönnt. Das änderte sich auch am abschließenden dritten Tag nicht. Dazu war die Mannschaft nach Kävlinge gereist, 18 Kilometer vom Hauptturnierort in Lund entfernt. Was dort vor Spielbeginn ablief, beeindruckte die Bayern ebenfalls: Ein Duell zweier D-Jugendteams ließ die Spieler und Fans der HSG Isar-Loisach staunen. Newel: „Diese zwölfjährigen Burschen haben ein nahezu perfektes Ballgefühl, Tempospiel, Wurfvarianten und unterschiedliche Auslösehandlungen.“

„Handball wie von einem anderen Stern“

Eine noch bessere Darbietung war da nur am Vorabend zu beobachten gewesen. Da spielen sowohl Frauen als auch Männer aus der ersten schwedischen Handballliga. Mit dabei auch das schwedische Top-Talent Simon Jeppsson – der 21-Jährige wechselt in der kommenden Saison zum deutschen Spitzenklub SG Flensburg-Handewitt. Für Trainerin Newel war das „Handball wie von einem anderen Stern“.

Die bisher längste Auswärtsfahrt, ein tolles Turnier, Teambildung, dazu jede Menge Spaß – die HSG-Junioren erlebten tolle Tage in Skandinavien. Und auch für Ulrike Newel waren die Lundaspelen im hohen Norden „ein unvergessliches Erlebnis“.

Wer die Schweden-Heimkehrer zuhause sehen will: „Bayernliga dahoam“ am Sonntag, 15. Januar spielt die HSG Isar-Loisach ab 16.15 Uhr gegen Günzburg. 

red

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