+
Hubert (Christian Tramitz, links) begleitet Staller (Helmfried von Lüttichau) zum Zug. Schon hier bricht er nach Rom auf. Später zieht es ihm ganz dahin.

Fans sind traurig

Abschied von Staller aus ARD-Serie - große Überraschung bei der Einschaltquote

Nach sieben Jahren geht das Wolfratshauser Polizistenduo Hubert und Staller bald getrennte Wege: Am Mittwoch lief der Abschiedsfilm.

Update 21. Dezember, 9.45 Uhr: Trotz starker Konkurrenz (im ZDF lief zeitgleich „Bares für Rares“) wurde die Primetime-Ausstrahlung der Krimiserie der Tagessieger im deutschen TV. Insgesamt schalteten 4,95 Millionen Zuschauer ein. Offenbar trieb der angekündigte Abschied von Staller die Quote nach oben. Sogar in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte „Hubert und Staller: Eine schöne Bescherung“ den Spitzenwert am Abend. 

Lesen Sie auch: „Hubert ohne Staller“: Neue Folgen aktuell in Wolfratshausen produziert

Abschied von Staller aus ARD-Serie: So reagieren die Fans auf das Aus

Update 20. Dezember, 9.40 Uhr: Es war der letzte gemeinsame Auftritt von Hubert und Staller in der gleichnamigen ARD-Serie. Im Weihnachtsfilm konnten die Fans am Mittwochabend Abschied vom Polizisten-Duo nehmen. Nach sieben Jahren verlässt Helmfried von Lüttichau die Serie. Ab Januar heißt es dann: „Hubert ohne Staller“. Auf Twitter reagierten die Fans auf das Serien-Aus. „Hat das Leben noch einen Sinn?“, fragte ein User.

Andere Nutzer verabschieden sich von Staller. In einem Tweet findet sich sogar der Hashtag #OberbayernWeint.

Wie sich die Serie in Zukunft auch ohne Staller entwickeln wird, wird sich ab Januar zeigen. Neue Folgen sollen ab dem 9. Januar immer mittwochs ausgestrahlt werden. 

„Hubert und Staller“ (ARD): So emotional war Stallers letzter Auftritt in der ARD-Serie

Update 21.45 Uhr: Achtung, Spoiler! War es das, ein einfaches „Arrivederci“? Waren das die letzten Worte, die Hubert und Staller gewechselt haben? Immerhin hat Staller seinem Kollegen kurz zuvor eröffnet, dass er der Liebe wegen geht - nach Rom um genau zu sein. Doch Hubert hat erst einmal nur einen ungelösten Fall im Kopf, zudem ihm just in diesem Moment eine mögliche Lösung eingefallen ist. Gab es deswegen nur ein knappes „Arrivederci“ zum Abschied?

Natürlich sollte es nicht bei dieser letzten Begegnung bleiben. Die Wege der beiden kreuzten sich noch einmal - auf der Landstraße. Staller überholte Hubert im Streifenwagen, hupte und hielt seine Hand als Telefon geformt ans Ohr. Es ging noch einige Male hin und her, die beiden Kollegen tauschten Blicke aus, verstanden sich noch einmal - ohne Worte. Bis sich ihre Wege nicht nur sprichwörtlich trennten und die Autos abbogen: Staller nach links, Hubert nach rechts.

„Geheult wie ein Schlosshund“: Letzter Auftritt von Helmfried von Lüttichau bei „Hubert und Stadler“

Wolfratshausen/München Ihr Humor ist schräg, und von vorschriftsmäßiger Polizeiarbeit halten sie wenig: Doch gerade das macht „Hubert und Staller“ so sympathisch. Seit 2011 spielen Christian Tramitz und Helmfried von Lüttichau das Polizistenduo, das am Starnberger See Verbrecher und Ganoven jagt. Ein eingespieltes Team, auch privat. Schließlich kennen sich die Schauspieler seit der Schulzeit. Nun endet ihre gemeinsame Arbeit für die ARD-Krimiserie. Von Lüttichau steigt aus und verabschiedet sich mit dem Weihnachtsfilm „Eine schöne Bescherung“ an diesem Mittwoch um 20.15 Uhr im Ersten. Eine Geschichte mit gewohntem Witz, aber auch viel Gefühl, nicht zuletzt, weil es ab Januar dann nur noch „Hubert ohne Staller“ heißt.

Das passiert in der letzten Folge von „Hubert und Staller“ (ARD) mit Helmfried von Lüttichau

Eine 85-Jährige sitzt in ihrem Haus tot vor dem Fernseher – seit einem Jahr. Die Ermittler gehen von einem natürlichen Tod aus, und frohgemut verabschiedet sich Johannes Staller (von Lüttichau) deshalb in den Urlaub. Während er drei Tage in Rom genießt, mehren sich zu Hause in Wolfratshausen allerdings die Anzeichen, dass die Dame ermordet wurde. Völlig ungewohnt muss Franz Hubert (Tramitz) dieses Mal ohne seinen Partner ermitteln. Damit nicht genug: Vor seiner Haustür steht ein Besuch, der sein Leben und seine Gefühlswelt ziemlich auf den Kopf stellt.

Tramitz und von Lüttichau sind bereits seit der Schulzeit befreundet

Als Schüler lernten sich Tramitz und von Lüttichau kennen. Schon damals ein Duo mit einem sehr eigenen Humor, nicht immer zur Freude der Lehrer. „Wir haben natürlich auch Lehrer nachgemacht“, sagte von Lüttichau vor gut einem Jahr. „Im Skilager waren wir kurz davor, nach Hause geschickt zu werden. Vielleicht wurde Christian sogar nach Hause geschickt, ich weiß es nicht mehr genau.“

Es wird emotional in der Abschiedsfolge von „Hubert und Staller“ (ARD)

Dass ihnen der Abschied von den gemeinsamen Dreharbeiten nicht ganz leicht fällt, merkt man dem Film an, der allein schon wegen der Musik zu den gefühlvolleren Folgen zählt. „Süßer die Glocken nie klingen“, „Here Comes Santa Claus“, „In dulci jubilo“ bis hin zu „Leise rieselt der Schnee“ – alles dabei. Allerdings: Weihnachtlich verkitschte Zuckerguss-Harmonie kehrt nicht ein, liegt doch Gefühlsduselei den Polizisten ziemlich fern. Für Privatleben und große Emotionen bleibt im stressigen Alltag wenig Zeit. Und gerade deshalb haben alle irgendwie zu kämpfen mit diesen seltsamen Emotionen, die gerade rund um das Fest der Liebe sehr hartnäckig sind.

Die letzten Szene als Staller - „Geheult wie ein Schlosshund“ 

Von Lüttichau wirkt in seinen letzten Szenen als Staller wehmütig, auch wenn sich der 62-Jährige seinen Ausstieg gut überlegt hat. Nach sieben intensiven Jahren wolle er den Kopf frei bekommen, hatte er seine Entscheidung begründet. Und doch: An seinem letzten Drehtag habe er „geheult wie ein Schlosshund“. 

Ab Januar 2019 heißt es dann in der ARD: „Hubert ohne Staller“

Am 9. Januar um 18.50 Uhr heißt es dann also „Hubert ohne Staller“. In der neuen Staffel gibt es auf der Polizeiwache in Wolfratshausen grundlegende Änderungen. Hubert vermisst Staller schmerzlich, vor allem weil er sich nun mit dem etwas begriffsstutzigen Martin Riedl (Paul Sedlmeir) herumplagen muss. Ihr bisheriger Chef Reimund Girwidz (Michael Brandner) wurde degradiert und muss den Chefsessel räumen für seine Nachfolgerin Sabine Kaiser, gespielt von Katharina Müller-Elmau. Neu ist auch die Polizistin Rebecca Jungblut (Jeanne Goursaud), während Lena Winter (Klara Deutschmann) anderswo das große Glück sucht.

VON CORDULA DIECKMANN/mlu

Lesen Sie auch:

Kinder singen und zünden Kerzen im Wald an - dann ruft Jäger die Polizei

Was ist im Wald erlaubt? An dieser Frage scheiden sich momentan die Geister. Anlass ist der Ausflug einer Kindergruppe in den Forst bei Eichenau.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schüler errichten Obstbaumplantage - deshalb haben die Bäume ungewöhnliche Namen
Bäume mit dem Namen Heilinglechner oder Marx? Nichts Besonderes beim Gymnasium St. Matthias. In Rahmen eines  Seminars entstand im Garten der Schule eine …
Schüler errichten Obstbaumplantage - deshalb haben die Bäume ungewöhnliche Namen
Hochwasser: So ist die Lage in der Region Geretsried/Wolfratshausen
Seit Montagmorgen regnet es ohne Unterbrechung. Die Feuerwehren in der Region Geretsried/Wolfratshausen behalten die Wasserpegel im Auge. An manchen Stellen im …
Hochwasser: So ist die Lage in der Region Geretsried/Wolfratshausen
Wie Bürger und Quartiersbeiräte den Stadtteil Stein gestalten
Die Stadt stellt jedes Jahr Geld zur Verfügung, um das Zusammenleben im Stadtteil zu fördern. Bürger bringen sich ein, die Quartiersbeiräte beraten darüber - und setzen …
Wie Bürger und Quartiersbeiräte den Stadtteil Stein gestalten
Expedition der Extreme: Frank Irnich stieg blind ins Camp ab
Kälte, Schmerzen, Erschöpfung, Angst – wer all das freiwillig in Kauf nimmt, muss schon speziell gepolt sein. „Ja, das alles erträgt man, wenn man sich für eine Sache …
Expedition der Extreme: Frank Irnich stieg blind ins Camp ab

Kommentare