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Mandalas sind das künstlerische Thema der Königsdorferin Tasneem Dustagheer. Sie kombiniert die kreisförmigen Muster mit starken Hintergrundfarben und der Farbe Gold.

Kunstmeile Wolfratshausen

„Ich liebe die Farbe Gold“: Königsdorfer Malerin im Porträt

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In einer Serie stellen wir die Künstler vor, die heuer erstmals an der Wolfratshauser Kunstmeile vom 22. September bis 8. Oktober teilnehmen werden. Heute: die Malerin Tasneem Dustagheer aus Königsdorf.

Wolfratshausen/Königsdorf– Die Frage hört Tasneem Dustagheer oft: Wie kann man aus einem Paradies im Indischen Ozean nach Deutschland auswandern? Tasneem Dustagheer stammt aus Mauritius, diesem paradiesischen Inselstaat bei Madagaskar.

Besonderer Bezug zu Deutschland

Die Antwort ist ganz einfach: Dustagheer hat zu Deutschland einen besonderen Bezug, denn ihre Mutter stammt aus Traunstein. „Ich wollte immer schon gerne hier leben“, erinnert sie sich. Nach dem Studium in Marketing und Public Relations fasste die junge Frau im Jahr 2014 den mutigen Entschluss, die Heimat zu verlassen und weit weg nach Berlin zu gehen. Sie wollte Flugbegleiterin werden, wie ihr Vater, der bei der Air Mauritius arbeitet. Doch es sollte ganz anders kommen, es tat sich ein neuer Weg auf. Dustagheer ging nach München und lernte ihren Freund Daniel aus Königsdorf kennen. Seit März lebt die heute 27-Jährige bei ihm und seiner Familie.

Dustagheer spricht fließend Deutsch, manchmal spitzt sogar schon ein leichter bayerischer Akzent durch. Beruflich wie künstlerisch steht sie jedoch noch ganz am Anfang. „Nächste Woche beginne ich ein Praktikum im Königsdorfer Hochlandlager und werde dort mit Kindern arbeiten“, sagt sie mit großer Vorfreude. Unterdessen konzentriert sich die junge Künstlerin auf ihre Malerei. Mandalas, jene meditativen kreisförmigen Muster, die ihren Ursprung im Hinduismus und Buddhismus haben, sind ihr künstlerisches Thema.

Mandalas, die leuchten 

Dustagheer Mandalas leuchten, denn sie kombiniert die kreisförmigen Muster mit starken Hintergrundfarben und der metallisch-schimmernden Farbe Gold. Somit entsteht, je nach Lichteinfall, ein sich veränderndes Farbenspiel. Ihre Mandalas widmet die junge Frau immer vertrauten Menschen. „Ich male und denke dabei an einen Freund“, sagt sie.

Teilweise sind ihre Mandalas feminine Collagen, denn sie fügt Frauenabbildungen aus Zeitungen so geschickt in die Malerei ein, als würden die meist weiblichen Akte im Sog der Mandala-Kreise eintauchen. Tasneem Dustagheer malt aus der Fantasie heraus, sie will sich keinen Vorgaben beugen. „Manche Zirkel treffen sich, so wie sich Ereignisse im Leben treffen“, erklärt sie. Jedes Mandala bekomme seine eigene Story. „Aber erst nach seiner Vollendung.“ Dustagheer stellt während der Kunstmeile in den Schaufenstern am Wolfratshauser Bürgerbüro aus.

Wolfratshauser Kunstmeile

97 Künstler beteiligen sich an der Wolfratshauser Kunstmeile, die von 22. September bis 8. Oktober stattfindet. Ausgestellt wird in Schaufenstern von Geschäften, Galerien, Kirchen und im öffentlichen Raum in einem Karree zwischen Altstadt, Bahnhof und Sauerlacher Straße bis zum Floßkanal. Den Flyer zur Kunstmeile gibt es auf www.kuenstler-wolfratshausen.de unter dem Menüpunkt Kunstblog.

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