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Der Breitbandausbau ist ein Thema, für das sich der IHK-Regionalausschuss weiter starkmachen will.

Wirtschaftsstandort kann sich verbessern

IHK-Umfrage: Das sind die größten Probleme im Landkreis

Die Unternehmen im Landkreis sind mit dem Wirtschaftsstandort zufrieden. Allerdings gibt es weiterhin drei große Probleme in der Region.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Unternehmen im Landkreis sind mit dem Wirtschaftsstandort zufrieden. Das geht aus der jüngsten Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) hervor. Mit einer Gesamtnote von 2,1 (2015: 2,2) stellten die 149 befragten Betriebe dem Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen ein ordentliches Zeugnis aus. Handlungsbedarf sehen die Unternehmer trotzdem. Es sind vor allem altbekannte Problemfelder wie der Breitbandausbau, die von den Befragten moniert wurden.

Reinhold Krämmel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses, präsentierte die Ergebnisse in einer Pressekonferenz am Dienstag. Der Bauunternehmer sieht in der Umfrage einen Auftrag an die Politik: „Vor der mangelhaften Breitbandversorgung dürfen Politik und Verwaltung nicht die Augen verschließen.“ In diesem Punkt gebe es einen großen Handlungsbedarf. „Schnelles Internet wird als Standortfaktor immer wichtiger, vor allem mit der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft“, so Krämmel. Mit Blick in die Zukunft müsse die Politik bereits jetzt Maßnahmen ergreifen. Man dürfe „nicht erst gegensteuern, wenn das Problem noch schlimmer ist“.

Mehr Wohnraum, mehr Fachkräfte

Zwei weitere Themen werden von der IHK bereits lange angemahnt. Der Vorsitzende des Regionalausschusses fordert mehr Initiativen zur Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum und zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Die beiden Probleme würden sich gegenseitig verschärfen. Bei einem hart umkämpften Wohnungsmarkt sei es schwierig, qualifizierte Fachkräfte in den Landkreis – und damit auf den hiesigen Arbeitsmarkt – zu lotsen.

Stellten das Umfrageergebnis vor: Reinhold Krämmel (li.), Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses, und Jens Wucherpfennig, Leiter der Geschäftsstelle Weilheim. 

„Um unseren Wirtschaftsstandort langfristig wettbewerbsfähig zu halten, muss dringend bezahlbarer Wohnraum im Landkreis bereitgestellt werden“, fasste Krämmel zusammen. Dabei müsse man das begrenzte räumliche Angebot nutzen – und dürfe sich nicht vor dem Bau von höheren Gebäuden scheuen.

Die IHK selbst möchte nicht untätig bleiben. Es sei eine Aufgabe des Unternehmensverbandes, „die Problemfelder im Dialog mit lokalen Politikern anzusprechen und den Finger in die Wunden zu legen“, betonte der Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Weilheim, Jens Wucherpfennig. Außerdem sollen konkrete Lösungen für die hiesigen Unternehmen angeboten werden – zum Beispiel eine Werbeoffensive an Schulen, um Ausbildungsberufe attraktiver zu machen.

Dominik Stallein

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