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Die Stadt Wolfratshausen hat sich in puncto Energie sparen hohe Ziele gesetzt. Eva Kiel, die Energiebeauftragte der Stadt, hat mit unserer Zeitung darüber gesprochen.

Im Gespräch mit Eva Kiel

So will Wolfratshausen Energie sparen

Die Stadt möchte Energie sparen und hat sich hohe Ziele gesetzt: Rund ein Viertel des Strom- und Wärmeverbrauchs soll in den nächsten Jahren eingespart, über 90 Prozent der elektrischen Energie aus erneuerbaren Quellen bezogen werden. 

Wolfratshausen – In der jüngsten Stadtratssitzung berichtete die städtische Energiebeauftragte Eva Kiel über die Maßnahmen, die in der Loisachstadt anstehen. Unser Mitarbeiter Dominik Stallein sprach mit der 27-Jährigen über konkrete Vorhaben und finanzielle Hürden.

Frau Kiel, welche Maßnahmen sind für dieses Jahr konkret geplant?

Eva Kiel ist die  Energiebeauftragte der Stadt Wolfratshausen.

Hauptsächlich möchten wir uns zusammen mit dem Landkreis an der Aktion „Wir sparen Strom“ vom Institut für Systemische Energieberatung beteiligen. Außerdem arbeite ich momentan zusammen mit Fahrschulen an einem Angebot, bei dem Autofahrer Tipps bekommen, wie sie möglichst spritsparend fahren können.

Auch für die Elektromobilität möchten wir etwas tun: Die Ladesäule am Parkplatz vor der Loisachhalle soll erneuert werden, sodass man sie in Zukunft einfach mit dem Smartphone nutzen kann. Das ist bislang nur mit einer speziellen Ladekarte möglich. An dem Fahrradständer vor der Bücherei bringen wir eine Ladestation für E-Fahrräder an.

Das sind vor allem Aktionen, die den Bürger ins Boot holen. Wie will die Stadt bei den eigenen Liegenschaften sparen?

Wir möchten am Energieeffizienznetzwerk teilnehmen, das Ende März startet. Dabei geht es vor allem darum, sich bei Besuchen und im Austausch mit anderen Städten anzusehen, welche Einsparmöglichkeiten dort genutzt werden und zu versuchen, einige davon bei uns umzusetzen.

 Eigene Maßnahmen sind in Wolfratshausen auch schon geplant: Im Zuge der Schulsanierung am Hammerschmiedweg soll geprüft werden, die Heizzentrale für das geplante Nahwärmenetz in dem Schulgebäude unterzubringen. Außerdem sollen Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach installiert werden. In der Waldramer Schule soll ein neues Blockheizkraftwerk eingebaut werden. Die Heizanlage wurde bei der Schulsanierung nicht erneuert. Durch den Austausch können wir die Energiekosten und den CO2-Ausstoß senken.

Im Haushaltplan für das Jahr 2017 sind 30 000 Euro für die Maßnahmen vorgesehen. Genügt das, um die Ziele zu erreichen?

Das Geld reicht sicher nicht aus, um alle 21 Punkte, die wir im Energienutzungsplan festgelegt haben, umzusetzen. Bei einigen Maßnahmen entstehen zudem Folgekosten. Das heißt, dass wir in den Haushaltsplänen für die kommenden Jahre wieder Mittel brauchen werden. Wir gehen jetzt einmal die ersten konkreten Schritte an, dafür werden die Mittel aber ausreichen.

Von Dominik Stallein


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