Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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Chef der Feuerwehren im Landkreis ist ab 1. August Erich Zengerle aus Egling. 

„Nur zusammen geht‘s“

Im Gespräch mit dem neuen Kreisbrandrat Erich Zengerle

  • Volker Ufertinger
    vonVolker Ufertinger
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Zum 1. August tritt der Eglinger Erich Zengerle sein neues Amt als Kreisbrandrat an. Darüber sprach mit ihm Volker Ufertinger. 

Herr Zengerle, Glückwunsch zur Wahl. 48 von 51 Stimmen – das ist doch ein Vertrauensbeweis.

Ja, ich habe mich darüber gefreut, dass das Ergebnis so eindeutig war. Da weiß man, dass der Rückhalt da ist.

Was sind die Aufgaben eines Kreisbrandrats?

Erich Zengerle, neuer Kreisbrandrat.

Die Aufgaben sind sehr vielfältig, daher hat mich das Amt auch gereizt. Im Alltag ist der Kreisbrandrat vor allem für die Beratung des Landratsamts, der Gemeinden und der Feuerwehren da. Darüber hinaus ist man dafür zuständig, für eine einheitliche Ausbildung der Feuerwehren zu sorgen. Auch Fahrzeugabnahmen und Verbandstätigkeit gehören dazu. Bei größeren Einsätzen hat der Kreisbrandrat die Leitung.

Apropos größere Einsätze: Die gab es in der Vergangenheit ja immer mehr, Stichwort Katastrophenfall. Worauf muss sich die Feuerwehr in Zukunft einstellen?

Es ist davon auszugehen, dass Großereignisse wie Hochwasser oder Schnee sich häufen. Früher hieß es, so was passiert alle zehn Jahre. In Zukunft wird uns so was viel häufiger treffen. Darauf müssen wir uns einstellen. Gute Dienste haben uns bereits die beiden UG-Fahrzeuge geleistet (Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, Anm. d. Red.). Eines ist in Egling, eines in Kochel stationiert. Beide sind für Großereignisse ausgelegt.

Sie sind zunächst für sechs Jahre gewählt. Was haben Sie sich vorgenommen?

Es liegt einiges an. Zunächst einmal müssen wir schauen, dass wir die Alarmierungspläne optimieren, sprich: Die geeigneten Einsatzmittel müssen schnellstmöglich vor Ort sein. Da sind immer wieder Anpassungen notwendig. Dann wird uns auch die digitale Alarmierung beschäftigen. Sie ist sicherer als die analoge. Unter anderem ermöglicht sie, dass auf die Alarmempfänger auch kurze Texte mitgeschickt werdenkönnen. Daher werden wir die Wehren auch mit neuen Pagern ausstatten.

Sie haben in Egling eine Schreinerei. Werden Sie die weiterhin betreiben?

Nein, damit höre ich auf, es geht nicht anders. Ich werde beim Landratsamt angestellt und die Brandschutzdienststelle leiten, die etwa das Bauamt in Fragen des Brandschutzes, der Löschwasserversorgung und der Rettungswege berät. Das Amt des Kreisbrandrats ist ein Ehrenamt.

Zuletzt haben Sie mitgeholfen, die Falkenhütte im Karwendel zu sanieren.

Ja, ich habe den Innenausbau gemacht. Eine großartige Hütte, ein wunderschöner Ort. Einmal bin ich von oben zu einem Waldbrand in Hinterriss ausgerückt. Da war ich schneller, als wenn ich von Egling aus losgefahren wäre.

Sie waren bereits zweieinhalb Monate kommissarischer Kreisbrandrat. Ihre Erfahrungen?

Ich bin von allen großartig unterstützt worden und habe das Miteinander sehr genossen. Bei der Feuerwehr ist es so: Alleine bist du gar nichts. Nur zusammen geht’s.

Lesen Sie auch: So lief die Wahl zum neuen Kreisbrandrat

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