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Das muss mit: Sammler und Antiquitätenliebhaber trafen sich an den Osterfeiertagen in der Loisachhalle. 

In der Loisachhalle war einiges los

Antik- und Kunsttage: Ein buntes Sammelsurium für Liebhaber

Die Antik- und Kunsstage in der Loisachhalle begeisterten am Wochenende wieder viele Besucher. Liebhaber finden immer das eine oder andere Stück.

Wolfratshausen – Etwas kleiner und übersichtlicher als in den vergangenen Jahren präsentierte sich der Antik- und Sammlermarkt an den beiden Osterfeiertagen in der Loisachhalle. Dennoch gab es für Besucher viel zu entdecken, zumal an den etwa 30 Ständen auch einige neue Händler ihre Kostbarkeiten zum Verkauf anboten.

Eine bekannte Anlaufstelle war der Stand von Johannes Veit im Foyer. Unter den Grafiken und Kupferschnitten aus fünf Jahrhunderten befanden sich auch Original-Lithografien von Pablo Picasso. „Die kosten zwischen 250 und 800 Euro“, sagte der Münchner Händler. Noch teurer waren die zum Teil über zweihundert Jahre alten Uhren des Gilchingers Peter Fischer, für die vierstellige Beträge gezahlt wurden. Als kostspieliges Liebhaberstück führte er auch einen Polyphon-Musikautomat aus dem 19. Jahrhundert. Dank einer Metallplatte mit eingestanzten länglichen Löchern, Haken, Zahnrädern und einem Federwerk kann darauf Musik erzeugt werden.

„Wir haben hier immer gute Erfahrungen gemacht“

Erstmals wählte der Münchner Händler Hubertus Nicolai die Loisachhalle als Präsentationplattform für sogenannte Kelims. „Das sind Teppiche, die von afghanischen Frauen an kleinen Webstühlen hergestellt werden und als Sitzmatte, Satteldecke, Wandschmuck oder Bodenbelag benutzt werden“, erklärte Nicolai auf Nachfrage unserer Zeitung. Zudem bot er afrikanisches Kunsthandwerk an. „Vor einigen Jahren bin ich noch selbst nach Afghanistan oder Mali gefahren, um dort einzukaufen“, berichtete er. Dies sei ihm mittlerweile viel zu gefährlich. „Heute konzentriere ich mich auf die Elfenbeinküste, Kamerun und Ghana, dort ist es etwas sicherer“, erzählte der Kaufmann. Ebenfalls erstmals zu den Wolfratshauser Antiktagen kam Andreas Zeis. „Ich bin selbst Sammler und restauriere alte Kaffeemühlen aus den 1950er Jahren“, verriet er. Einige Exemplare verkaufte der Nürnberger in der Loisachhalle. Das gefiel auch dem Ehepaar Janina und Johannes Oberle. „Wir kommen aus der Eifel und machen oft in Oberbayern Urlaub“, sagte der Gatte. „Bei den Antiktagen in Wolfratshausen finden wir eigentlich immer etwas Schönes zum Mitnehmen.“ Diesmal war’s eine historische Kaffeedose, die für wenige Euro den Besitzer wechselte.

Schon einen Tag vor dem zweitägigen Markt reiste der Antiquitätenhändler Wolfgang Wannemacher aus dem hessischen Langen an, um seine Biedermeiermöbel aufzustellen. „Die Wolfratshauser Antiktage sind auch über die bayerischen Landesgrenzen hinaus bekannt, wir haben hier immer gute Erfahrungen gemacht“, sagte der Händler. 

Peter Herrmann 

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